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Stromkonzern sahnen ab: Einkaufspreise sind gefallen

Die Einkaufspreise für Strom sinken seit zwei Jahren. Bei den Verbrauchern kommt davon nichts an. Im Gegenteil.

(Foto: picture-alliance/ dpa)

Viele Stromversorger in Deutschland geben günstigere Beschaffungskonditionen nicht an die Kunden weiter. Nach Angaben des Internetvergleichsportals Verivox sanken die Einkaufspreise für Strom in den vergangenen zwei Jahren um rund 20 Prozent. Doch dieser Preisrutsch sei bei den Verbrauchern niemals angekommen, teilte Verivox mit. Das Portal bezieht sich auf Daten des Statistischen Bundesamtes zum Erzeugerpreisindex Strom.

Im gleichen Zeitraum seien dagegen die Verbraucherpreise um 8 Prozent gestiegen. "Die durchschnittlichen Strompreise für private Verbraucher steigen jedes Jahr, auch wenn die Großhandelspreise sinken", erklärte der Energieexperte des Portals, Peter Reese. Er empfiehlt betroffenen Verbrauchern, Preise zu vergleichen und zu einem Anbieter zu wechseln, der günstige Beschaffungskosten weiter gibt.

Jeder zweite Haushalt muss im kommenden Jahr für den Stromverbrauch tiefer in die Tasche greifen. Die Unternehmen machen indes die erhöhte Umlage für erneuerbare Energien (EEG) für die Preisaufschläge verantwortlich. Mehr als 400 Stromversorger hatten den vergangenen Wochen Preisanpassungen von im Schnitt gut 7 Prozent angekündigt.

Auch die Bundesnetzagentur bezeichnet die Strompreiserhöhungen als ungerechtfertigt. Viele Anbieter würden die Erhöhungen der EEG-Umlage als Vorwand nutzen, um Strompreiserhöhungen durchzusetzen. Den erhöhten staatlichen Abgaben stünden sinkende Großhandelspreise durch die stärkere Vermarktung der erneuerbaren Energien an der Strombörse gegenüber.

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Quelle: n-tv.de

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