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"Ihr Steuerbescheid ist da": Falsche Elster-Mails im Umlauf

Das elektronische Lohnsteuerverfahren wird immer beliebter, im letzten Jahr haben rund 9,5 Millionen Arbeitnehmer ihre Steuererklärung per Elster gemacht. Ganz unkompliziert ist das Verfahren allerdings nicht. Betrüger nutzen die Unsicherheit der Anwender und verschicken im Namen der Steuerbehörden Trojaner im Elster-Gewand.

Wer Elster nutzt, bekommt unter Umständen auch E-Mails von der Steuerbehörde. Der Steuerbescheid kommt aber immer in Papierform.
Wer Elster nutzt, bekommt unter Umständen auch E-Mails von der Steuerbehörde. Der Steuerbescheid kommt aber immer in Papierform.(Foto: Elster)

Finanzämter verschicken die ersten Steuerbescheide für 2011. Das ruft auch Betrüger auf den Plan. Nach dem nordrhein-westfälischen Finanzministerium warnt nun auch das Bayerische Landesamt für Steuern vor Spam-Mails, die im Namen des Finanzamts bzw. der Steuerverwaltung verschickt werden. Sie fordern den Empfänger zum Öffnen des Anhangs auf, der einen Virus oder Trojaner auf dem Rechner des Empfängers ablegt.

Die Aufmachung der E-Mails wirkt seriös: die angehängte PDF-Datei enthalte angeblich den Einkommensteuerbescheid, der über das Elster-Verfahren bereitgestellt würde. Weiter heißt es in der E-Mail: "Sollten Sie die Daten nicht abholen, so werden diese nach 6 Monaten automatisch gelöscht." Unterzeichnet ist die Mail mit "Ihr Finanzamt / Ihre Steuerverwaltung www.elster.de".

Die Finanzbehörden raten, die Nachricht sofort zu löschen und auf keinen Fall die Datei zu öffnen. Die Spam-Mails seien schon an der Absenderadresse leicht erkennbar.  Es werden nicht gefälschte Domains wie "...@elster.de" oder "...@finanzamt-xyz.de" verwendet, sondern beliebige Privat- oder Firmenadressen. Der Betreff könne unterschiedlich lauten, habe aber stets einen Bezug zu Elster bzw. zur Steuerverwaltung.

Wer am Elster-Verfahren teilnimmt, sollte sich nicht verunsichern lassen: Die Finanzverwaltung sendet nur Benachrichtigungen, aber niemals die eigentlichen Daten als Anhang an einer E-Mail.

Quelle: n-tv.de

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