Ratgeber

Not Pad: Guter Kaffee kommt aus Kapseln

Tschüss Filterkaffee: Fast jede dritte Kaffeemaschine, die verkauft wird, funktioniert mit Pads oder Kapseln, Tendenz steigend. Wer Espresso und Latte Macchiato auf Knopfdruck zaubern will, bekommt schon für unter 100 Euro entsprechende Geräte. "Ökotest" hat untersucht, welche etwas taugen.

Dichter Milchschaum soll sich nur langsam mit dem Kaffee mischen.
Dichter Milchschaum soll sich nur langsam mit dem Kaffee mischen.(Foto: motograf, pixelio.de)

Seit die Menschen Kaffee trinken, denken sie darüber nach, wie man ihn am besten zubereitet. Sie erfanden Vakuumbereiter, Espressokocher oder French-Press-Kannen und allerlei andere Vorrichtungen, bis in den 1970er Jahren die Kaffeemaschine ihren Siegeszug durch die Haushalte antrat. Doch ihr Platz beim Kücheninventar ist in Gefahr. Die Deutschen sind auf den Geschmack von  Espresso und Latte Macchiato gekommen - und da stößt die Filterkaffee-Methode an ihre Grenzen. Kaffeevollautomaten oder Siebträgermaschinen sind zwar elegant, aber nicht ganz billig. Die günstige Alternative: Portionskaffeemaschinen, die mit Pads oder Kapseln arbeiten. Fast jedes dritte verkaufte Gerät ist inzwischen eine Portionsmaschine. Doch halten Senseo, Tassimo oder De Longhi, was sie versprechen? Rechtzeitig zum Weihnachtsgeschäft hat die Zeitschrift "Ökotest" nachgeprüft.

Dabei kam es natürlich zuerst auf das Ergebnis an. Eine feinporige Crema sollte sich auf wohlschmeckendem Kaffee verteilen und sofern eine Milchschaumdüse vorhanden ist, sollte diese eine cremige Basis für Latte Macchiato bereiten. Richtig gut schafft das nur eine Maschine: Die De Longhi Nespresso Citix & Milk holt das Beste aus den Kapseln heraus. Mit 30 Cent pro Stück sind die allerdings nicht gerade billig. Wenig überzeugende Resultate lieferten zwei Pad-Geräte: Bei der Inventum HK 11 M und der WMF 10 gab's für den Kaffee von den Ökotestern gerade mal ein "ausreichend". Doch auch die übrigen Geräte lieferten nur Mittelmaß, wobei die Kapsel-Maschinen im Schnitt etwas besser wegkamen.

Nervige Kleinigkeiten

Immerhin lassen sich die meisten Geräte einigermaßen unkompliziert bedienen, dennoch offenbarte der Anwendungstest verschiedene Mängel. Viele Maschinen sind zwar echte Hingucker, haben aber ihre Tücken im Detail. So passt bei der Petra KM 45.00 kein hohes Latte-Macchiato-Glas zwischen Kaffeedüsen und Tropfeinsatz. Ein Problem, das auch die schön designte WMF-Maschine teilt. Bei anderen Geräten ärgerten sich die Tester über hakelnde Wasserbehälter, langes Nachtropfen oder schnell verschmutzende Kapselhalter. Auch lange Aufheiz-Phasen oder Spritzereien mit Kaffee und Milch sind zwar keine gravierenden Probleme, aber bei häufiger Anwendung doch lästig.

Drei Geräte sind allein aus Sicherheitsgründen durchgefallen: Die beiden Philips-Senseo-Modelle im Test hatten keine Temperatursicherung an der Pumpe, die ein Überhitzen verhindert. Die Gefahr ist zwar gering, abgewertet wurden die Senseos dennoch. Bei der Inventum fehlt zusätzlich auch noch eine Sicherung des Schutzleiterkabels. Für diese Schlamperei hatten die Ökotester nur ein "ungenügend" übrig. Doch auch ohne Sicherheitsmängel hätten es die drei Maschinen wohl nicht aufs Siegertreppchen geschafft.

Bilderserie

Dort thront unangefochten an der Spitze die De Longhi Nespresso. Vom durchdachten Design bis zum Geschmack stimmt hier fast alles. Einziger Makel: der Preis. Stolze 249 Euro kostet das gute Stück, weit mehr als die meisten Konkurrenten. 180 Euro muss man für die Bosch Tassimo T65 hinlegen, die im Test am zweitbesten abschnitt. Besonders die durchdachte Bedienung freute die Tester, der Milchschaum könnte aber cremiger sein. Besser bekommt das die Petra KM 45.00 hin, die beste unter den Pad-Maschinen und mit 137 Euro auch eine der günstigsten im Test. Wie die Bosch kommt sie allerdings nicht über das Gesamturteil  "befriedigend" hinaus.

Quelle: n-tv.de

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