Ratgeber

Heizstrom zu teuer: Kunden kriegen Millionen zurück

Mit Strom zu heizen ist teuer. Das liegt auch daran, dass es auf dem Markt kaum Konkurrenz gibt. Nach dem Willen des Bundeskartellamts soll sich das jetzt ändern. Zunächst einmal bekommen 530.000 Kunden Geld zurück.

Nachtspeicheröfen gelten als ziemlich ineffizient.
Nachtspeicheröfen gelten als ziemlich ineffizient.

Rund zwei Millionen Haushalte in Deutschland heizen mit Strom, 530.000 von ihnen können jetzt mit Rückzahlungen rechnen. Nach einem Missbrauchsverfahren des Bundeskartellamts müssen 13 Versorger insgesamt 27,2 Millionen Euro an ihre Kunden zurückerstatten. Doch auch die übrigen Heizstrom-Kunden können künftig mit Verbesserungen rechnen: Der Heizstrommarkt soll transparenter werden und langfristig sollen die Kunden ihren Versorger auch wechseln können.

Bislang sind die Anbieter in ihren Versorgungsgebieten praktisch ohne Konkurrenz. Zahlreiche Zugangsschranken halten neue Wettbewerber vom Markt fern.  Deshalb hatte das Kartellamt letztes Jahr ein Verfahren gegen 17 Versorger eingeleitet. Sie haben sich nun zu marktöffnenden Maßnahmen verpflichtet, unter anderem müssen sie  ihre Tarife jetzt im Internet veröffentlichen.

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Zunächst dürfte die Stromrechnung aber für die viele Kunden höher ausfallen. Denn obwohl die Kosten für die Einspeisung erneuerbarer Energien deutlich gestiegen sind, haben viele Heizstromversorger ihre Preise im Jahr 2010  bisher nicht nach oben angepasst, auch weil sie den Ausgang des Kartellverfahrens abwarten wollten. Bei Versorgern, die bislang zu teuer waren, fällt sie nötige Preiserhöhungsrunde aus. Alternativ bekommen die Kunden das Geld gutgeschrieben.

Quelle: n-tv.de

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