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(Foto: imago/Dean Pictures)

Mars-Riegel kostet Stück Zahn: Mann biss schon 2014 auf Plastikteil

Ein Mann aus Schleswig-Holstein kauft sich an der Tankstelle einen Schoko-Riegel. Als er herzhaft in diesen hinein beißt, verliert er ein Stück Zahn und spuckt ein Stück Plastik aus. Doch die Firma vertröstet ihn - natürlich mit Schokolade.

Der Schokoladen-Hersteller Mars hat einem Bericht des "Tagesspiegel" zufolge schon vor rund zwei Jahren eine Beschwerde wegen eines Plastikteils in einem Riegel erhalten. Ein Mann aus Schleswig-Holstein habe sich an einem Plastikteil ein Stück Zahn ausgebissen, berichtete die Zeitung. Mars bestätigte die Beschwerde.

Der heute 62-jährige S. hatte damals den Riegel an einer Tankstelle gekauft und direkt hineingebissen. Erst gab es einen stechenden Schmerz und dann habe er ein Stück Zahn und ein kleines weißes Plastikstück ausgespuckt, wird der Mann vom "Tagesspiegel" zitiert. Beide Stückchen sollte er samt Verpackung, nachdem er sich beim Hersteller beschwert hatte, an die Firma Mars schicken. Das tat S. auch und erhielt Wochen später ein Schreiben, indem man ihm Bedauern über den Vorfall versicherte und ein Schokoladenpaket ankündigte.

Einen Rückruf gab es damals nicht. Mars zufolge sei der Fall untersucht worden - mit dem Ergebnis, das Plastikteil könne nicht in einer Fabrik des Herstellers in das Produkt gelangt sein.  "Für mich war der Fall erledigt", sagte S.  Als er knapp zwei Jahre später von der umfassenden Rückrufaktion des Unternehmens hört, ist er doch irritiert. "Ich frage mich natürlich: Wieso ist damals nichts passiert?", wird der Geschädigte von der Zeitung zitiert.

Verbraucher sollten sich an Lebensmittelaufsicht wenden

Mars hatte am Dienstag nach dem Fund eines Kunststoffteils in einem Snickers mehrere Millionen Schokoriegel in 55 Ländern zurückgerufen. Der Riegel war im Werk in der niederländischen Stadt Veghel produziert und von dort exportiert worden. Das von einem deutschen Kunden entdeckte Plastikteil stammte nach Angaben von Mars von einer Schutzabdeckung im Herstellungsprozess.

Wie oft sich Kunden tatsächlich mit solchen oder ähnlichen Beschwerden an die Firma wenden, wollte Mars nicht kommentieren. Verbraucherschützer raten, Beweisstücke niemals aus der Hand zu geben und sich statt an den Hersteller an die Lebensmittelaufsicht zu wenden. Zudem haben Verbraucher die Möglichkeit, sich auf www.lebensmittelwarnung.de zu informieren. Auf diesem Portal werden alle zurückgerufenen Produkte aufgelistet.

Quelle: n-tv.de

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