Montag, 20. September 2010
Perfides Versteck: Neuer Trick am Geldautomaten
Mini-Kameras, die am Geldautomaten Geheimzahlen ausspionieren – was noch vor Kurzem nach Science-Fiction klang, ist mittlerweile zur ernsten Gefahr geworden. Das Bundeskriminalamt verzeichnete allein in den ersten sechs Monaten dieses Jahres fast genauso viele Attacken wie im ganzen Jahr 2009. Und die technischen Tricks werden raffinierter. Dien Initiative Kartensicherheit warnt davor, dass Kriminelle nun auch die Sichtschutzblenden über den Tastaturen manipulieren. Eigentlich sollen genau diese Vorrichtungen das Ausspionieren der Geheimnummern verhindern.
Bislang werden die Kameras vor allem in der Lichtleiste oder im Rauchmelder untergebracht. Von außen sieht man nur ein stecknadelgroßes Loch. Ganz hilflos sind die Karteninhaber aber nicht: Neun von zehn Spähangriffen am Geldautomaten könnten verhindert werden, wenn man die PIN- Eingabe mit der Hand abschirmt, so die Initiative. Wer den Verdacht hat, dass ein Geldautomat manipuliert wurde, sollte die Polizei informieren.
ino
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