Ratgeber

Wer zahlt?: Rauchmelder in der Mietwohnung

Rauchmelder können Leben retten, in den meisten Bundesländern ist der Einbau deshalb schon Pflicht. Die Kosten halten sich in Grenzen. Aber wer ist überhaupt zuständig? Mieter oder Vermieter? Und was, wenn ein Fehlalarm teuer wird?

Gute Rauchmelder gibt es laut Stiftung Warentest schon ab zehn Euro.
Gute Rauchmelder gibt es laut Stiftung Warentest schon ab zehn Euro.(Foto: picture alliance / dpa)

Rund 400 Menschen kommen jedes Jahr bei Bränden um, die meisten von ihnen ersticken am giftigen Kohlenmonoxid. Rauchmelder könnten das in vielen Fällen verhindern. In 13 von 16 Bundesländern sind Rauchmelder schon Pflicht. Bayern schreibt die Nachrüstung bis Ende 2017 vor. Lediglich in Berlin, Brandenburg und Sachsen ist es Mietern und Immobilienbesitzern selbst überlassen, Rauchmelder zu installieren.

In Mietwohnungen muss sich in der Regel der Vermieter um den Einbau von Rauchmeldern kümmern. Ausnahme ist Mecklenburg-Vorpommern, dort ist es Aufgabe der Mieter. Die Kosten sind für die Beteiligten überschaubar: "Zwischen 50 und 100 Euro kostet die Ausstattung einer Wohnung mit drei Zimmern" so Claus O. Deese vom Mieterbund Recklimghausen. "Vorgesehen sind hier Schlafzimmer, Kinderzimmer und Flur. Die Rauchmelder müssen regelmäßig gewartet werden. Das übernimmt in der Regel der Vermieter. Die Kosten dafür darf er allerdings auf die einzelnen Mieter umlegen.

Mieter, die einen Rauchmelder installieren möchten und nicht warten wollen, bis der Vermieter in der Pflicht ist, können auch selbst aktiv werden. Auf eigene Kosten kann man den Einbau auch ohne Erlaubnis des Vermieters übernehmen.

Gerade bei Billig-Produkten kann es mitunter zu Fehlalarmen kommen. Für eventuelle Folgeschäden muss nicht unbedingt der Mieter aufkommen, wie das Amtsgericht Hannover entschieden hat. In dem verhandelten Fall hatten Nachbarn die Feuerwehr verständigt, weil ein Rauchmelder Alarm schlug. Die Feuerwehr brach die Wohnungstür auf und stellte fest, dass kein Feuer ausgebrochen war. Der Vermieter wollte anschließend die Kosten für die beschädigte Tür von den Mietern zurück. Ohne Erfolg, denn nach Ansicht der Richter liegt hier keine Pflichtverletzung vor (Az.: 537 C 17077/05).

Quelle: n-tv.de

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