Ratgeber

Lehrer darf nicht dampfen: Rauchverbot auch für E-Zigaretten

Zigaretten haben in Schulen nichts verloren. Dabei ist es egal, ob die Raucher schädlichen Qualm in die Gegend pusten oder nur geruchsneutralen Dampf. Das hat jetzt das Verwaltungsgericht Gießen klargestellt.

E-Zigaretten sind gefragt, aber auch umstritten.
E-Zigaretten sind gefragt, aber auch umstritten.

Die Raucherecke auf dem Pausenhof ist passé, schon 2005 haben die ersten Bundesländer begonnen, Zigaretten per Gesetz aus den Schulen zu verbannen. Auch in Hessen gilt für Lehrer und Schüler ein Rauchverbot. Und das besteht auch für sogenannte E-Zigaretten, wie das Gießener Verwaltungsgericht jetzt entschieden hat. Damit konnte sich ein Schulleiter durchsetzen, der den Zigarettenersatz verboten hatte.

Ein klagender Lehrer der Kaufmännischen Schulen in Marburg hatte argumentiert, die E-Zigarette falle nicht unter Nichtraucherschutz- und Schulgesetz. Schließlich würden Nichtraucher durch die elektronische Zigarette nicht beeinträchtigt. Dagegen berief sich der Schulleiter auf die Gesetzeslage. "Rauchen" im Sinne der Vorschrift sei auch das Inhalieren einer E-Zigarette. Der Kläger habe als Lehrer Vorbildfunktion und dürfe den Schülern keinen Anlass geben, gesetzliche Vorgaben zu missachten.

Gesundheitliche Auswirkungen der E-Zigarette sind bislang kaum erforscht, ihr Konsum ist umstritten. Bei der E-Zigarette verdampft eine oft nikotinhaltige Flüssigkeit, die der Verbraucher inhaliert. Im Gegensatz zur herkömmlichen Zigarette werden keine Substanzen verbrannt, der Nutzer nimmt keinen Teer auf und die Umstehenden werden nicht durch Rauch belastet.

Quelle: n-tv.de

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