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Wiederholter Bandscheibenvorfall: Reiserücktritt zahlt nicht

Die USA-Reise konnte die Familie nicht antreten.
Die USA-Reise konnte die Familie nicht antreten.(Foto: picture-alliance/ dpa)

Eine Reiserücktrittsversicherung ist immer dann sinnvoll, wenn die Reise teuer ist und lange im Voraus gebucht wird. Je nach Ausgestaltung zahlt diese, wenn die Reise zum Beispiel aus schwerwiegenden Krankheitsgründen nicht angetreten werden kann oder abgebrochen werden muss.

Das Amtsgericht München hat allerdings jetzt in einem Fall zu Gunsten des Versicherers entschieden. Dieser braucht nur dann zahlen, wenn die zur Reiseabsage führende Krankheit unerwartet auftritt und nicht, wenn das erneute Auftreten einer Krankheit wahrscheinlich ist (Az. 242 C 29669/09).

Im konkreten Fall hatte eine Familie eine USA-Reise gebucht. Die Frau war mit einem Bandscheibenvorfall ein Jahr zuvor erfolgreich behandelt worden und sogar in den Skiurlaub gefahren. Vor der USA-Reise bekam sie allerdings erneut einen Bandscheibenvorfall, worauf die Familie die USA-Reise storniert. Der Versicherer wollte mit dem Argument nicht zahlen, dass es sich um eine bekannte Vorerkrankung handele, die durch die Versicherungsbedingungen ausgeschlossen ist – und bekam vor Gericht Recht.

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Quelle: n-tv.de

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