Ratgeber

Bis zu zwei Wochen: Saft hält länger als angenommen

Angebrochene Saftpackungen sollte man innerhalb von drei Tagen austrinken, so steht es zumindest auf dem Etikett. Tatsächlich kann man sich aber deutlich länger Zeit lassen, so die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen. Auch nach zwei Wochen kann Saft noch trinkbar sein - wenn man sich an ein paar Regeln hält.

Bei frisch gepressten Säften sollte man vorsichtig sein. Sie halten höchstens zwei Tage.
Bei frisch gepressten Säften sollte man vorsichtig sein. Sie halten höchstens zwei Tage.

Angebrochene Fruchtsaftpackungen muss man nicht unbedingt innerhalb von drei Tagen leer trinken. Darauf weist die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen hin und relativiert damit die Haltbarkeitsangabe der Hersteller. Diese raten, Säfte nach dem Öffnen der Packung kühl zu lagern und zügig aufzubrauchen. Damit sichern sie sich gegen Reklamationen ab, falls der Saft doch schneller verdirbt als üblich. Untersuchungen zur Haltbarkeit zeigen laut Auskunft der Verbraucherschützer jedoch, dass pasteurisierte Fruchtsäfte auch nach ein bis zwei Wochen noch verzehrfähig sein können. Um eine beginnende Zersetzung bei geöffneten Säften zu erkennen, reiche es, sich auf Augen und Nase zu verlassen, so die Verbraucherschützer. Ein sorgfältiger Umgang steigert die Lebensdauer von Säften deutlich:   

Sauber und kühl lagern

Um die Gärung durch Bakterien zu verhindern, sollte man nicht direkt aus der Flasche oder der Packung trinken und das angebrochene Produkt nach dem Einschenken sofort wieder verschließen. Entscheidend für die Lebensdauer ist zudem die Art der Lagerung: Bei Zimmertemperatur ist der Inhalt höchstens sieben Tage haltbar. Wandert der Saft dagegen schnell wieder in den Kühlschrank, übersteht er dort bis zu 14 Tage. Übrigens: Je saurer der Saft, desto haltbarer. Folglich verderben Gemüse- schneller als Obstsäfte. Frisch gepresste offene Säfte sollte man allerdings so schnell wie möglich trinken. Sie halten höchstens 48 Stunden.

Besser Glas als Karton

Wird der Saft längere Zeit bei Zimmertemperatur gelagert, sind Glas- oder durchsichtige Plastikflaschen vorteilhafter als ein Tetrapak. Beginnender Verfall lässt sich an der Bildung von Bläschen, Eintrübungen oder Schimmel erkennen – und das ist in der Kartonverpackung schwierig. Um den Saft trotzdem gut im Blick zu haben, füllt man ihn am besten in ein Glasgefäß um. Trüber Bodensatz im klaren Saft und umgekehrt klarer Bodensatz im trüben Saft sind Hinweise für eine beginnende Zersetzung. Schimmel setzt sich auf der Oberfläche ab. Klar, dass der Saft dann in den Abfluss gehört.

Tipp für Großverbraucher: Große Saftkartons mit fünf Litern haben einen Innenbeutel, der sich beim Zapfen zusammenzieht. So kann kein Sauerstoff eindringen, was die Gärung des Produkts verhindert.

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Quelle: n-tv.de

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