Ratgeber

Strategien zur Jobsicherung: Sich unverzichtbar machen

Der Umsatz bricht ein, im Unternehmen machen Gerüchte über anstehende Kündigungen die Runde: Auf eine solche Situation sollten sich Arbeitnehmer schon im Voraus vorbereitet haben. "Dann hänge ich nicht in der grauen Masse drin, die für Entlassungen vorgesehen ist", sagte Karriereberater Christian Püttjer im schleswig-holsteinischen Bredenbek. Dazu müsse man sich vom Tagesgeschäft lösen, sich über Branchentrends sowie eigene Stärken bewusst werden und seine Position in der Firma stärken. Dass Stellen in großem Stil abgebaut werden, erfahren Arbeitnehmer häufig überraschend, wie in den vergangenen Tagen bei Siemens und Henkel.

In einem ersten Schritt sollten sich Arbeitnehmer über aktuelle Entwicklungen informieren: "Welche Branchentrends gibt es, was erwartet die Firma an Umstrukturierungen, welche Unternehmensleitbilder werden intern kommuniziert?" Wichtig sei es, informiert zu bleiben, erläutert Püttjer. Nur so könne man rechtzeitig reagieren. In einem zweiten Schritt sollte jeder eine persönliche Leistungsbilanz ziehen: "Was habe ich in den zurückliegenden ein bis zwei Jahren gemacht?" Schriftlich sollten sowohl das Tagesgeschäft als auch besondere Aufgaben und Projekte festgehalten werden. "Dann weiß ich, was ich kann und worauf es in der nächsten Zeit hinausläuft", erklärt der Karriere-Coach.

Profil stärken

Nun gehe es darum, das eigene Profil zu stärken und sich möglichst unverzichtbar zu machen. "Am besten gehe ich zu meinem Vorgesetzten und biete ihm an, an Projektgruppen teilzunehmen, Sonderaufgaben zu übernehmen oder eine Weiterentwicklung ins Auge zu fassen", erläutert Püttjer. In großen Firmen sei ein Gespräch mit der Personalabteilung und die Teilnahme an internen Coachings sinnvoll. "Dann werde ich über die eigene Abteilung hinaus bekannt."

Wichtig sei, "nicht nur fachlich auf der Höhe zu sein, sondern auch andere Kompetenzen zu erwerben, um Kollegen und den Chef zu entlasten", sagt Püttjer. Die sollten auch offensiv kommuniziert werden. Neben Sprach- und IT-Kenntnissen helfen auch soziale Kompetenzen weiter. Was die meisten Leute abschreckt, seien zum Beispiel Präsentationen und Reden - "alles, was mit Kommunikation zu tun hat", schildert Püttjer seine Praxiserfahrung. "Deshalb ist es am effektivsten, wenn man sich um seine Rhetorik kümmert." Wer damit dann punkten kann, hat beim Chef schnell einen Stein im Brett.

Quelle: n-tv.de

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