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100, 200, 300 Euro pro Monat: So viel sparen die Deutschen

Auch wenn es kaum Zinsen gibt: Die Deutschen legen regelmäßig Geld zur Seite. Sicherheit ist dabei beim Sparen deutlich wichtiger als eine hohe Rendite. Und auch wer wenig verdient, zwackt etwas ab.

Sparschweine und Spardosen erfreuen sich großer Beliebtheit.
Sparschweine und Spardosen erfreuen sich großer Beliebtheit.(Foto: dpa)

Auch in Zeiten von extrem niedrigen Zinsen legt die große Mehrheit der Deutschen Geld zur Seite. 64 Prozent der Bundesbürger tun dies regelmäßig, 26 Prozent gelegentlich, neun Prozent hingegen gar nicht, wie eine Studie der Bank of Scotland zeigt, die AFP vorlag. Fast die Hälfte der Sparer legt demnach pro Monat zwischen 50 und 200 Euro auf die hohe Kante, jeder Siebte spart Beträge zwischen 200 und 300 Euro, bei 24 Prozent sind es sogar 300 Euro und mehr.

Der Sparwille hat dem Sparerkompass zufolge wenig mit dem Einkommen zu tun. Auch wer weniger verdient, ist sparsam: So legen 90 Prozent der Befragten mit einem Haushaltseinkommen von unter 1000 Euro pro Monat trotzdem Beiträge bis zu 200 Euro zurück.

Frauen würden zudem häufiger kleine Beträge sparen als Männer. 39 Prozent der Sparerinnen legen demnach regelmäßig bis zu 100 Euro pro Monat zurück. Von den männlichen Befragten gab nur jeder Vierte an, einen Betrag in dieser Größenordnung zu sparen. 21 Prozent der Männer sparten dagegen regelmäßig Beträge über 400 Euro, aber nur acht Prozent der Frauen.

70 Prozent der Sparer legen ihr Geld demnach für größere Anschaffungen wie ein Auto, Möbel oder einen Urlaub zur Seite. Jeder Zweite bildet Rücklagen für das Alter und 38 Prozent gaben an, das Ersparte sei als Notpolster für schlechte Zeiten gedacht.

Dem Sparerkompass zufolge empfinden zehn Prozent der Deutschen ihre finanzielle Situation als schlecht oder sehr schlecht. 49 Prozent der Bundesbürger stufen ihre Lage aber als gut bis sehr gut ein. In Haushalten ohne Kinder ist der Anteil der Befragten, die ihre finanzielle Lage als gut oder sehr gut bezeichnen, mit 51 Prozent größer als in Haushalten mit Kindern - dort sind es 42 Prozent.

Sicherheit ist den Deutschen beim Sparen deutlich wichtiger als eine hohe Rendite. Fast 90 Prozent der Befragten gaben demnach an, dass ihnen der Schutz ihrer Geldanlage sehr wichtig ist, für 30 Prozent spielt die Höhe der Rendite eine wichtige Rolle und für weitere 33 Prozent die Flexibilität, schnell über die Ersparnisse verfügen zu können.

Großer Beliebtheit erfreuen sich demnach Sparschweine und Spardosen. 53 Prozent aller Befragten gab an, eines davon zu Hause stehen zu haben.

Für die Studie befragte das Meinungsforschungsinstitut Forsa im November 2014 in zwei Intervallen bundesweit insgesamt 1661 beziehungsweise 1686 Menschen im Alter von 18 bis 69 Jahren. Die Umfrage ist repräsentativ.

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Quelle: n-tv.de

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