Ratgeber

Heizungspumpe tauschen lohnt sich: Stromfresser im Keller

Alte Heizungspumpen kosten eine ganze Stange Geld: Von der jährlichen Stromrechnung eines durchschnittlichen Haushalts macht die Pumpe rund 150 Euro jährlich aus. 25 Euro würden reichen, wenn man in eine moderne Hochleistungspumpe investierte.

Alte Heizungspumpen machen rund zehn Prozent der Stromrechnung aus.
Alte Heizungspumpen machen rund zehn Prozent der Stromrechnung aus.(Foto: picture-alliance/ dpa)

Auf der Suche nach ineffizienten Elektrogeräten im Haushalt fällt der Verdacht meist zuerst auf alte Kühlschränke, Waschmaschinen oder Gefriergeräte. Der größte Stromfresser versteckt sich aber meistens im Keller: Die Heizungspumpe, die das erwärmte Wasser auf die Rundreise durch die Heizkörper schickt. Das Problem: Betagte, meist ungeregelte Standardpumpen drücken das Wasser stets mit voller Leistung durch die Leitungen. Oft sind es  80 bis 100 Watt, die rund 6000 Stunden im Jahr abgerufen werden. "Der Dauereinsatz der vielfach auch überdimensionierten Pumpenmonster erhöht die Stromrechnung im Ein- oder Zweifamilienhaus um bis zu 150 Euro jährlich", hat die Verbraucherzentrale NRW ausgerechnet. Folgende Tipps haben die Verbraucherschützer für Hausbesitzer:   

Sparen durch Austausch

Die Pumpentechnologie hat in den letzten Jahren riesige Fortschritte gemacht. Wo früher eine Pumpe mit 100 Watt Leistung installiert war, genügt heute meist schon eine mit 20 Watt. Die Pumpenleistung sollte zudem knapp ausgelegt sein. Als Faustregel gilt: Für jeden Heizkörper sind etwa 0,5 bis 1 Watt Pumpenleistung erforderlich. Während ältere Pumpen ihre Leistung nicht an den tatsächlichen Bedarf anpassen können und deshalb bei geringem Wärmebedarf mit viel zu hoher Pumpenleistung arbeiten, ist für moderne, geregelte Pumpen die bedarfsgerechte Anpassung der Drehzahl ein Kinderspiel. Nach rund vier Jahren hat man in der Regel die Kosten für den Austausch wieder drin.

Optimale Auslegung

Als Herz der Wärmeverteilung braucht die Heizungspumpe gut eingestellte Mitspieler. So lässt sich verhindern, dass einzelne Räume zu viel Heizwasser, andere hingegen zu wenig abbekommen und deshalb trotz laufender Heizung nicht richtig oder zu langsam warm werden. Durch einen hydraulischen Abgleich, die Feinabstimmung zwischen Rohrnetz, Thermostatventilen, zentraler Regelung und Umwälzpumpe, kann der Heizungsinstallateur sicherstellen, dass genau die Menge aufgeheiztes Wasser durchs Rohrnetz fließt und in den Räumen ankommt, die dort auch gebraucht wird. Das spart mit jedem Pumpentyp – ob neu oder betagt – Energie und Geld. Bei der Installation von neuen Heizungsanlagen ist ein hydraulischer Abgleich ohnehin Pflicht.

Sparen beim Pumpen

Im Sommerhalbjahr sollte dafür gesorgt werden, dass die Regelung abschaltet, solange nicht geheizt wird. Bei neuen Heizanlagen ist das bereits vorgeschrieben und auch so eingestellt, doch bei älteren Heizungen ist das nicht immer der Fall. Sinnvoll ist es außerdem, in unbeheizten Räumen alle Rohrleitungen und Armaturen, die Heiz- oder Warmwasser führen, gut zu dämmen.

Heißer Tipp für warmes Wasser

In vielen Häusern sorgt eine zusätzliche Pumpe für warmes Brauchwasser in Küche und Bad. Auch diese Pumpe kann durch ein hocheffizientes Neugerät ersetzt werden, das deutlich weniger Strom verbraucht. Diese Zirkulationspumpe muss zudem nicht Tag und Nacht laufen, sondern kann über eine Zeitschaltuhr programmiert werden, damit sie nur dann zu Diensten ist, wenn wirklich warmes Wasser benötigt wird. Häufig kann in Ein- und Zweifamilienhäusern ohne großen Komfortverlust auch ganz auf die Zirkulationpumpe fürs warmes Wasser verzichtet werden. In größeren Gebäuden sind diese Sparmaßnahmen aus hygienischen Gründen nur eingeschränkt umsetzbar. Hier sollte eine hocheffiziente Pumpe zum Einsatz kommen und auf besonders gute Dämmung von Leitungen und Armaturen geachtet werden.

Sparsame Neugeräte erkennen

Auch bei Umwälzpumpen hilft ein Energielabel, sparsame Dauerläufer auszumachen. Obwohl europaweit noch nicht vorgeschrieben, haben sich viele Pumpenhersteller freiwillig verpflichtet, Umwälzpumpen in die Energiesparklassen A (effizient) bis G (wenig effizient) einzustufen. Eine aktuelle Übersicht mit Klasse-A-Pumpen gibt es beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA).

Stromanbieter im Vergleich

 

 

Quelle: n-tv.de

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