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Zwillinge am Steuer geblitzt: Vater muss Fahrtenbuch führen

Wer einen anderen Fahrer ans Steuer des eigenen Wagens lässt, muss diesen bei einem Verkehrsverstoß nicht "verpetzen". Wenn es dumm läuft, muss man danach allerdings ein Fahrtenbuch führen. So ging es auch dem Vater von eineiigen Zwillingen.

Bei Verkehrsverstößen haben viele Autohalter Gedächtnislücken.
Bei Verkehrsverstößen haben viele Autohalter Gedächtnislücken.(Foto: picture alliance / dpa)

Zwillinge, noch dazu eineiige, sind auf einem Blitzfoto der Verkehrspolizei schwerlich auseinander zu halten. Selbst dem Vater nimmt man ab, dass er dabei Schwierigkeiten hat. Wenn er seine Söhne mit seinem Auto fahren lässt, sollte er im Falle eines Verkehrsverstoßes aber herausfinden können, wer von den beiden am Steuer gesessen hat. Das gehöre zu seinen Pflichten als Fahrzeughalter, auch wenn es objektiv unmöglich sei, entschied das Verwaltungsgericht Minden.


In dem Fall hatten die Zwillinge eingeräumt, mit dem Auto unterwegs gewesen zu sein. Sie wollten sich aber nicht mehr daran erinnern, wer von ihnen in die Radarfalle gerauscht war. Der tatsächliche Verkehrssünder blieb also im Ungewissen.
 

Grund genug für die Beamten, dem Vater als Halter des Autos die lästige Führung eines Fahrtenbuches aufzuerlegen. Und das zu Recht, fand das Gericht: Die Führung eines Fahrtenbuches könne auch dann angeordnet werden, wenn der Fahrzeughalter an der Feststellung mitgewirkt habe, die Ermittlungsbemühungen der Behörde aber – aus welchen Gründen auch immer – erfolglos geblieben seien. So seien zumindest zukünftig Verwechslungen dieser Art ausgeschlossen.

Quelle: n-tv.de

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