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Eine Investition in Aktien kann sich lohnen, allein schon wegen der Dividenden.
Eine Investition in Aktien kann sich lohnen, allein schon wegen der Dividenden.(Foto: picture alliance / dpa-tmn)
Donnerstag, 12. April 2012

Geldsegen für Anleger: Verlockende Dividenden

Deutschlands Großkonzerne schütten an ihre Aktionäre in diesen Wochen voraussichtlich Dividenden von insgesamt 27,5 Milliarden Euro aus. Mit den Ausschüttungen beteiligen börsennotierte Firmen ihre Aktionäre an ihrer wirtschaftlichen Entwicklung - doch auch der Fiskus verdient mit.

Deutschlands Großkonzerne schütten an ihre Aktionäre in diesen Wochen Dividenden in voraussichtlich ähnlicher Gesamthöhe wie im bisherigen Rekordjahr 2008 aus. Die 30 Konzerne aus dem Deutschen Aktienindex zahlten insgesamt 27,5 Milliarden Euro, teilte die Deutsche  Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz mit (DSW). Damit zahlten die Konzerne rund sechs Prozent mehr als im vergangenen Jahr.

Was ist eine Dividende?

Die Dividende ist der Anteil am Gewinn einer Aktiengesellschaft, den ein Konzern direkt an die Anleger ausschüttet. Einen Anspruch auf eine Dividende haben Aktionäre aber nicht. Denn Unternehmen können das Geld auch nutzen, um Schulden zurückzuzahlen, Investitionen zu tätigen oder Übernahmen zu finanzieren.

Was ist die Dividendenrendite?

Die Dividendenrendite gibt den prozentualen Anteil der Dividende am Aktienkurs an. Commerzbank und "Handelsblatt" rechneten für 2012 mit im Schnitt 4,2 Prozent in den Dax-Konzernen. Die durchschnittliche Dividendenrendite fiele damit deutlich höher aus als die derzeitige Rendite von Bundesanleihen oder Festgeld.

Wer bekommt eine Dividende und wann?

Dividendenberechtigt ist jeder, der am Tag der Hauptversammlung mindestens eine Aktie des Unternehmens im Depot hat - egal, ob er sie bereits vor Jahren oder erst am Tag zuvor gekauft hat. Der vom Management vorgeschlagene Bonus wird mit den Stimmen der Aktionäre bei der Hauptversammlung beschlossen. Schon am Folgetag landet die Dividende auf dem Konto des Anlegers. In Deutschland ist eine jährliche Dividendenzahlung üblich.

Lohnt es sich, eine Aktie nur zur Ausschüttung zu kaufen?

Von der verlockenden Strategie, kurz vor dem Stichtag zu kaufen, um einen Tag danach wieder zu verkaufen, raten Experten Normalanlegern ab. Denn schon vorher ist üblicherweise die vom Unternehmen angekündigte Dividende im Aktienwert "eingepreist". Das heißt, der Kurs ist in den Wochen vor der Hauptversammlung um diesen Betrag gestiegen - und fällt danach meist wieder.

Was bekommt das Finanzamt?

Seit 2009 gilt die Abgeltungssteuer für Kapitaleinkünfte, die eine pauschale Besteuerung von 25 Prozent vorsieht. Für Aktionäre bedeutet dies, dass ein Viertel ihrer Dividenden an den Fiskus wandert. Die Banken, bei denen Aktionäre ihre Depots verwalten, führen die Steuer automatisch ab. Bei Wertpapierbeständen im Ausland müssen Anleger selbst aktiv werden und die Dividenden in der Steuererklärung angeben.

Quelle: n-tv.de

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