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Nach City BKK-Pleite: Versicherte werden abgewimmelt

Die City BKK macht dicht, das heißt für die Versicherten, sich neue Kassen zu suchen. Das aber erweist sich als schwieriger, als man denken könnte. Interessenten werden von anderen Kassen mit "merkwürdigen Begründungen abgewimmelt".

Die Versicherten fühlen sich verschmäht.
Die Versicherten fühlen sich verschmäht.(Foto: picture alliance / dpa)

Versicherte der pleitegegangenen Krankenkasse City BKK klagen über Schwierigkeiten, bei anderen gesetzlichen Kassen unterzukommen. Dem Bundesversicherungsamt lägen "einzelne Beschwerden" vor, denen nun nachgegangen werde, sagte BVA-Sprecher Tobias Schmidt in Bonn. Die Versicherten hätten "das Gefühl, von den anderen Kassen nicht angenommen zu werden". Die sei aber "kein Massenphänomen", sagte Schmidt. Meist gehe es um Kleinigkeiten wie etwa Unterschiede bei den medizinischen Hilfsmitteln.

Die seit längerem finanziell angeschlagene City BKK wird zum 1. Juli geschlossen. Die rund 168.000 Versicherten müssen sich jetzt eine neue Kasse suchen. Der Sprecher der City BKK, Torsten Nowak, sagte dem Berliner "Tagesspiegel", er habe bereits Beschwerden über elf Versicherer vorliegen, die Interessenten mit "merkwürdigen Behauptungen" abzuwimmeln versuchten. Manche bekämen zu hören, dass die favorisierte Kasse "schon voll" sei. Andere würden mit der falschen Behauptung abgeschreckt, dass laufende Therapien nur beim Wechsel zu einer Betriebskrankenkasse (BKK) weiter bezahlt würden. Die sei "ein absolutes Unding", sagte Nowak.

Was Versicherte beachten müssen . Auch dann nicht, wenn der Versicherte zum Beispiel chronisch krank ist und teure Medikamente benötigt oder gerade krankgeschrieben ist. Auch die Kosten für laufende Behandlungen und andere notwendige Leistungen wie bereits genehmigte Reha-Maßnahmen oder Zahnersatz sind nach einer Kassenschließung und dem Wechsel zu einer anderen Kasse abgesichert.

Bereits am Montag hatte die Hanseatische Krankenkassen (HEK) Berichte dementiert, sie würde Versicherte der City BKK abwimmeln. Dies entspreche "nicht der Wahrheit". Allerdings würden Interessenten "auf Vorteile und mögliche Nachteile eines Kassenwechsels zur HEK hingewiesen", hieß es in einer Stellungnahme.

Pflichtversicherte der City BKK haben nach der Schließung ihrer Kasse bis zum 14. Juli Zeit, sich eine neue gesetzliche Krankenkasse zu suchen. Freiwillig versicherte Mitglieder mit einem monatlichen Bruttoeinkommen ab 4125 Euro haben bis zu drei Monate Zeit für den Kassenwechsel.

Quelle: n-tv.de

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