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Debatte ums Mindesthaltbarkeitsdatum: Viele werfen weniger weg

Rund 6,7 Millionen Tonnen Lebensmittel landen Jahr für Jahr auf dem Müll, zwei Drittel davon wären noch genießbar. Die Verbraucherministerin will nun Aufklärungsarbeit in Sachen Mindesthaltbarkeitsdatum leisten. Bei vielen Bürgern ist die Botschaft schon angekommen.

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Angesichts der aktuellen Diskussion um das Mindesthaltbarkeitsdatum haben Teile der Verbraucher in Deutschland einer Studie zufolge ihren Umgang mit Lebensmitteln bereits geändert. Fast jeder Fünfte, der von der Debatte gehört hat, erklärte, etwas an seinem Verhalten verändert zu haben. Das meldet das Bundesverbraucherministerium unter Berufung auf eine Umfrage des Meinungsforschungsunternehmens Forsa. Vier von fünf Verbrauchern gaben demnach an, von der Diskussion gehört zu haben.

Besonders bei jungen Menschen trägt die Aufklärungsarbeit Früchte: Unter den 14- bis 29-Jährigen habe über ein gutes Viertel seinen Umgang mit Nahrung geändert. In den übrigen Altersgruppen seien es zwischen 16 und 19 Prozent gewesen. Unter den Frauen hätten in der aktuellen Debatte 23 Prozent Anlass für Veränderungen gesehen, unter den Männern hingegen nur 14 Prozent. In Westdeutschland sei der veränderte Umgang mit Lebensmitteln "etwas ausgeprägter" als im Osten. Für die Untersuchung befragte Forsa in den vergangenen Tagen 1002 Menschen ab 14 Jahren.

Bundesverbraucherministerin Ilse Aigner startet heute eine bundesweite Aufklärungsaktion zum Mindesthaltbarkeitsdatum, die Missverständnisse beseitigen soll. Eine kürzlich veröffentlichte Studie im Auftrag des Ministeriums hatte gezeigt, dass jedes Jahr pro Kopf Lebensmittel im Wert von 235 Euro unnötig weggeworfen werden. Der Großteil der Befragten gab an, Lebensmittel wegzuwerfen, weil das Haltbarkeitsdatum abgelaufen oder die Ware verdorben sei.

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Quelle: n-tv.de

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