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Rotierend oder schallaktiv: Was taugen elektrische Zahnbürsten?

Die Deutschen greifen vermehrt zur elektrischen Zahnbürste. Grund genug für die Stiftung Warentest, sich die Geräte genauer anzuschauen. Aber auch wenn es einen klaren Testsieger gibt: Um die tägliche Reinigung der Zähne kommt weiterhin niemand herum.

Nicht nur bei Elektronik-Freunden erfreut sich die Elektrozahnbürste zunehmender Beliebtheit. Viele Menschen empfinden die Reinigung ihrer Zähne mit einer elektrischen Zahnbürste als gründlicher und einfacher als mit der gemeinen Handzahnbürste.

Doch die Unterschiede bei Preis und Qualität sind groß, wie Stiftung Warentest herausgefunden hat. Schneller geht es auch mit einer Elektrobürste nicht - und um mindestens zweimal tägliches Putzen kommt auch niemand herum.

Individuelles Putzverhalten entscheidet

Die Tester haben sich dennoch der Mundhygiene angenommen und acht elektrische Zahnbürsten zu Preisen zwischen fünf und 169 Euro unter die Lupe genommen. Getestet wurde, wie gründlich die Elektrobürsten Zahnbelag entfernen, wie gut die Geräte zu handhaben sind und ob die Produkte den Belastungen im Dauertest standhalten.

Ob per Hand oder elektrisch: Zweimal täglich muss sein.
Ob per Hand oder elektrisch: Zweimal täglich muss sein.(Foto: imago stock&people)

Grundsätzlich lassen sie sich in zwei Gruppen einteilen: Zum einen gibt es die "oszillierend-rotierenden" Bürsten mit runden Köpfen, die halb­kreisförmig hin- und herschwingen und teil­weise zusätzlich pulsieren. Zum anderen sind "schall­aktive" Zahnbürsten mit läng­lichen Köpfen zu haben. Sie reinigen nicht mit Schall, sondern durch Vibrationen des Bürs­tenkopfes. Hinsicht­lich der Reinigungs­leistung zeigt keines der beiden Systeme klare Vorteile. Mit der Rundkopfbürste muss jeder Zahn einzeln gereinigt werden, Schallzahnbürsten säubern mehr Fläche auf einmal. Entscheidend beim Kauf sollte deshalb das individuelle Putz­verhalten sein. Akribische Zähneputzer fahren mit Rundkopfbürsten besser.

Unangefochtener Testsieger für wenig Geld

Natürlich benötigen alle Elektrobürsten Energie. Die getesteten Modelle werden wahlweise mit Akku oder Batterie angetrieben. Der Akku lässt sich in der Regel nicht austauschen – geht er kaputt, ist so meist ein neues Gerät fällig. Ins Geld gehen können auch die Bürstenköpfe, die regelmäßig spätestens alle drei Monate ausgetauscht werden sollten - zwischen 1,69 und 20 Euro fallen hier je nach Hersteller pro Stück an.

Den Spitzenplatz der acht aktuell getesteten Elektrobürsten belegt die akkubetriebene und rotierende Braun Oral-B Pro 6000 Smart Series Rundkopfbürste mit der Note "gut" (1,7) für 110 Euro. Ihr folgen die batteriebetriebenen und ebenfalls rotierenden Geräte Braun Oral-B Advance Power (Note 2,6) für 9 Euro und die Dental Source Total Power Batterie Zahnbürste (Note 2,8) für 5,80 Euro. Vom teuersten Produkt der Untersuchung raten die Tester ab. Zwar zeigen sie sich vom Design der Issa Foreo durchaus beeindruckt, aber ansonsten kann das Gerät nicht überzeugen. Da Schönheit nicht alles ist, gibt es konsequenterweise die Note "mangelhaft" (Note 5,5/168 Euro).

Der Testsieger aus früheren Untersuchungen bleibt allerdings auch im Vergleich mit den acht anderen Geräten ungeschlagen: die rotierende Braun Oral-B Vitality Precision Clean (Note 1,5). Die akkubetriebene Rundkopfbürste ist für 25 Euro im Handel erhältlich.

Quelle: n-tv.de

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