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Gasanbieter im Vergleich: Wer sparen will, muss wechseln

Den Gasanbieter zu wechseln ist simpel - wenn man erstmal einen neuen Lieferanten gefunden hat. In den letzten Jahren ist die Auswahl deutlich größer geworden. Das Deutsche Institut hat 40 Anbieter unter die Lupe genommen und geprüft, wo nicht nur der Preis, sondern auch der Service stimmt.

Was beim Strom klappt, das geht seit einigen Jahren auch beim Gas: Der Anbieterwechsel. Der Aufwand ist überschaubar und in vielen Fällen wird er gut honoriert: Wer dem Grundversorger den Rücken kehrt, kann kräftig sparen, so das Ergebnis einer Studie, die das Deutsche Institut für Service-Qualität (DISQ) für n-tv durchgeführt hat. Dafür prüften die Marktforscher nicht nur die Tarife von 40 Gasanbietern in den sechs größten deutschen Städten, sondern auch die Vertragsbedingungen und den Service.

Wie zu erwarten, tat sich ein großes Preisgefälle zwischen den Anbietern auf – auch innerhalb derselben Region, stellt DISQ-Chefin Bianca Möller fest: "Durch einen Wechsel vom günstigsten Tarif des Grundversorgers zum günstigsten Anbieter konnte ein Haushalt in Berlin mit einem Verbrauch von 27.000 kWh zum Beispiel mehr als 630 Euro im Jahr einsparen". Auch in den anderen Städten und bei anderen Verbrauchsmengen lassen sich die Kosten um mehrere hundert Euro senken. Insbesondere, weil viele Haushalte ihren Gasanbieter noch nie gewechselt haben und immer noch in der relativ teuren Grundversorgung angesiedelt sind.

Kundenkontakt bleibt Schwachstelle

Wie beim Strom sollte man sich auch beim Gasversorger nicht allein nach dem Preis richten. "Oft sind günstige Preise mit schlechteren Vertragsbedingungen, wie langen Vertragslaufzeiten und Kündigungsfristen, oder mit Abstrichen beim Service verbunden", warnt Bianca Möller. Bei den Anbietern mit Servicedefiziten sind vor allem die langen Wartezeiten am Telefon und wenig freundliche Mitarbeiter das Problem. Auch bei E-Mail-Antworten müssen Verbraucher sich gedulden, oft werden Fragen nicht vollständig geklärt. Jede sechste Mail im Test wurde gar nicht beantwortet.

Im Durchschnitt fiel die Servicebilanz der Gasanbieter befriedigend aus. Am besten schnitt die Branche bei der Beratung am Telefon ab. Im Vergleich zur Studie im letzten Jahr gab es einen Schritt nach oben, das Qualitätsurteil fällt nun gut aus.  Weiteres Optimierungspotential gibt es dagegen bei den Internetauftritten der Unternehmen. In vielen Fällen wurde die Übersichtlichkeit der Webseiten bemängelt, bei mehr als 40 Prozent fanden die Tester zu wenige Informationen auf den Seiten.

Als Sieger ging – wie schon im Vorjahr - Montana Erdgas aus der Studie hervor und wurde mit dem Titel "Bester überregional aktiver Gasanbieter und Ökogasanbieter 2012" ausgezeichnet. Bei den Münchnern stimmt das Gesamtpaket: Zu den günstigen Tarifen und fairen Vertragsbedingungen gibt es auch noch guten Service. Auf Rang zwei und drei in der Gesamtwertung folgen 123energie und Gas.de. Die günstigsten Preise fanden die Tester bei Grünwelt Energie, den besten Service bot hingegen Lekker Energie. Hier überzeugten die Mitarbeiter durch eine gute Beratung und kurze Wartezeiten am Telefon sowie einen sehr guten Service per E-Mail.

Gasanbieter im Vergleich

Quelle: n-tv.de

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