Ratgeber

Volles Sparschwein : Wohin mit dem Kleingeld?

Wenn zu viel Kleingeld im Geldbeutel klimpert, wandern die Münzen meistens ins Sparschwein. Doch auch das ist irgendwann nicht mehr aufnahmefähig. Und wohin dann mit dem Geld? Viele Banken nehmen lose Münzen nicht mehr an.

Nach ein paar Jahren ist fast jedes Sparschwein voll.
Nach ein paar Jahren ist fast jedes Sparschwein voll.(Foto: picture alliance / dpa)

Wer sein Sparschwein schlachtet, steht häufig vor der Frage: Wohin mit den ganzen Münzen? Viele Geldinstitute tauschen loses Kleingeld nicht mehr einfach in große Scheine. Auch Geschäfte, Restaurants oder Tankstellen sind nicht dazu verpflichtet, mehr als 50 Münzen pro Zahlung anzunehmen. Sparer müssen trotzdem nicht auf ihrem Kleingeld sitzenbleiben. Hier können sie ihre Münzen tauschen:

Hausbank nimmt nur Rollen

Privatkunden können ihr Kleingeld bei ihrer Hausbank kostenlos in Scheine wechseln – sofern die Bank überhaupt Filialen hat. "Allerdings müssen die Münzen vorher sortiert, gezählt und in Münzrollen aus Papier gewickelt werden", sagt eine Sprecherin des Bankenverbandes. Die Bögen gebe es kostenlos bei der Bank. Lose werde das Geld in der Regel nicht angenommen.

Sparkassen und Genossenschaftsbanken

 In den Sparkassen wird die Annahme von Münzgeld unterschiedlich gehandhabt. Wenn eine Filiale einen Kassenschalter hat, könne man dort als Privatkunde in aller Regel sein Kleingeld loswerden, sagte eine Sprecherin des Sparkassen- und Giroverbandes. "Einige Sparkassen zählen das Geld direkt vor Ort, bei anderen wird das Geld in einer speziellen, versiegelten Plastiktüte an eine zentrale Zählstelle geschickt und wenig später dem Konto gutgeschrieben." Es könne aber auch vorkommen, dass das Geld in einzelnen Filialen vorher in Münzrollen gewickelt werden muss.

Auch bei den verschiedenen Volks- und Raiffeisenbanken läuft der Umtausch nach Angaben des Dachverbands unterschiedlich. An manchen Orten werden die Kunden ihr Kleingeld dort auch unsortiert los: "Bei vielen Filialen der Berliner Volksbank können Privatkunden pro Monat lose Münzen im Wert von bis zu 100 Euro einzahlen. Das Geld wird dann sofort dem Konto gutgeschrieben", sagte ein Sprecher der Bank. Andere Filialen hätten allerdings andere Regelungen.

Letzte Hoffnung Bundesbank

Wer bei der eigenen Bank kein Glück hat, wird sein Kleingeld in einer der über 40 Filialen der Bundesbank los. Privatleute können hier kostenlos ihre Münzen wechseln. Das Kleingeld muss vorher nicht gerollt, sondern kann lose in der Bank abgegeben werden. Wenn ein Gewerbetreibender Münzen in Scheine tauschen will, muss er dafür allerdings bezahlen. Kostenlos ist der Umtausch für Geschäftskunden nur bei sehr großen Mengen Kleingeld: Bei den 2-Euro-Münzen müssen zum Beispiel 75.000 Geldstücke zusammenkommen, damit die Bundesbank keine Gebühr berechnet.

Girokonten im Vergleich

Quelle: n-tv.de

Empfehlungen