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Panini will dieses Jahr allein in Deutschland 70 Millionen Tütchen Bilder verkaufen.
Panini will dieses Jahr allein in Deutschland 70 Millionen Tütchen Bilder verkaufen.(Foto: dpa)
Freitag, 08. Juni 2012

Verbraucherschützer rügen Stickerfirma: Zu viele Ex-Spieler bei Panini

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Seit Generationen sammeln Kinder, aber auch Erwachsene die Fußball-Bilder des Panini-Verlags. Das Sticker tauschen und kleben gehört für viele zur WM- oder EM-Vorfreude dazu. Ärgerlich nur, wenn das Sammelheft am Ende voll ist mit Aufklebern von Spielern, die gar nicht am Turnier teilnehmen. Dieses Jahr liegt dieser Anteil bei rund einem Sechstel.

Die NRW-Verbaucherzentrale kritisiert das Panini-Sammelalbum zur Fußball-EM 2012. Eine Studie der Verbraucherschützer ergab, dass fast jeder sechste Spieler, der im Heft abgebildet ist, nicht an der EM in Polen und der Ukraine teilnimmt - 50 von insgesamt 320.

Simon Rolfes von Bayer Leverkusen beispielsweise stehe bei Panini noch im deutschen Kader. Zudem seien rund 100 Nationalspieler nicht mehr berücksichtigt worden, die kurzfristig in ihre Teams aufgerückt sind, zum Beispiel die deutschen Nationalspieler Ilkay Gündogan und Marcel Schmelzer von Borussia Dortmund.

Panini: Von jedem Spieler gibt's gleich viele Sticker

Kritik an Panini ist nicht neu. Anfang des Jahres muss das Unternehmen bereits Spieler "nominieren", um rechtzeitig mit der Produktion beginnen zu können. Und somit tauchen ständig Spieler auf, die längst verletzungsbedingt ihre Teilnahme abgesagt haben. Oder andersherum: 2006 musste DFB-Torhüter Jens Lehmann nachgedruckt werden - Panini hatte auf Oliver Kahn gesetzt. Bei der WM 2010 fehlte Manuel Neuer.

Zudem wird Panini regelmäßig vorgeworfen, bestimmte Sammelbilder systematisch zu verknappen. Das Unternehmen betont allerdings, sämtliche Klebebilder würden in identischer Stückzahl gedruckt. Panini peilt an, vor und während der Europameisterschaft allein in Deutschland 70 Millionen Tütchen mit fünf Bildern für je 60 Cent zu verkaufen.

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Quelle: n-tv.de

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