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Preisvergleich zahlt sich aus: Die besten Kfz-Versicherer

Den Kfz-Versicherern steht erneut ein heißer Herbst bevor: Denn wie jedes Jahr können die meisten Autofahrer bis zum Stichtag 30. November ihre Versicherung kündigen und den Anbieter wechseln. Der Hauptgrund: Sparen! Die Konkurrenz ist groß, und die Tarife sind deshalb häufig in Bewegung. Doch welche Versicherungen bieten aktuell die günstigsten Policen, die besten Leistungen und guten Service?

Das Deutsche Institut für Service-Qualität untersuchte im Auftrag von n-tv insgesamt 31 Kfz-Versicherer, darunter sowohl Online-Anbieter wie auch Unternehmen mit Vermittlernetz vor Ort (Filialversicherer).

Riesiges Sparpotential


Die Preisunterschiede waren sowohl unter den Direkt- als auch unter den Filialversicherern teils erheblich. Das jährliche Einsparpotenzial zwischen dem günstigsten und dem teuersten Angebot lag in beiden Gruppen bei jeweils deutlich über 50 Prozent. Ebenso große Differenzen ergaben sich in der Analyse der verschiedenen Tarifgruppen Basis und Komfort. Auch hier konnten Kunden im besten Falle deutlich mehr als die Hälfte der Jahresprämie sparen (bis zu 58 Prozent).

Versicherungsleistungen beachten

Interessenten sollten aber nicht allein die reinen Jahreskosten der Policen im Auge haben: Nicht selten gingen günstige Tarife mit einem deutlich schlechteren Ergebnis in puncto Versicherungsausstattung einher. Als die besten Produkte in Bezug auf das Preis-Leistungs-Verhältnis erwiesen sich der Komfort-Tarif des Direktversicherers Asstel sowie der Tarif Optimal des Filialversicherers Aachen-Münchener.

Service oft nur Mittelmaß

Die Servicequalität erreichte in beiden Versicherungssegmenten ein im Durchschnitt befriedigendes Niveau. Doch obwohl bei zwei Direktversicherern der Service mangelhaft ausfiel, schnitten die Online-Anbieter insgesamt etwas besser ab. Weniger überraschend boten deren Internetauftritte teilweise deutlich mehr Informationen und eine bessere Übersichtlichkeit als jene der Filialversicherer.

Als Servicestärke der Direktversicherer stellte sich aber auch die schnelle E-Mail-Beantwortung heraus. "Die Filialversicherer reagierten auf die Anfragen insgesamt langsamer oder ließen die E-Mails innerhalb des Testzeitraumes gleich ganz unbeantwortet", erläutert Bianca Möller, Geschäftsführerin des Deutschen Instituts für Service-Qualität.

Den besten Service im Untersuchungsfeld boten Hannoversche unter den Kfz-Direktversicherern und R+V unter den Filialversicherern.

Testsieger Kfz-Direktversicherer

In der Gesamtbetrachtung von Service und Produkten wurde Admiral-Direkt Testsieger der Kfz-Direktversicherer.  Der Anbieter punktete mit seinem preiswerten und umfangreich ausgestatteten Komfort-Tarif, der unter anderem eine Mallorca-Police enthielt und zumeist günstiger als der Durchschnitt war. Insbesondere im Kundenprofil A (Single, etc.) ergab sich ein großes Sparpotenzial. Bei der Serviceanalyse erzielte das Unternehmen in den Bereichen Telefon und Internet ein gutes Ergebnis. Vor allem mit den stets vollständig und glaubwürdig beantworteten telefonischen Anfragen bewiesen die Mitarbeiter am Telefon die höchste Kompetenz. Der Internetauftritt zeichnete sich durch die beste Bedienungsfreundlichkeit aus.

Rang zwei im Gesamtergebnis erreichte Asstel. Der Versicherer bot mit seinem Komfort-Produkt das beste Preis-Leistungs-Verhältnis aller analysierten Tarife der Direktanbieter und bestach dort insbesondere mit einer umfangreichen Ausstattung. So waren beispielsweise Marderbiss-Folgeschäden abgedeckt, und auch eine Kaufpreiserstattung für Gebrauchtwagen bei Schaden oder Diebstahl war in dem Tarif enthalten. Zudem lagen die Prämien in elf von zwölf Szenarien preislich unter dem Durchschnitt der Branche. Im Servicebereich glänzte das Unternehmen vor allem mit einem guten Internetauftritt. Hier überzeugten der Umfang der Kontaktinformationen sowie die Verständlichkeit und die Strukturierung der Inhalte.

Den dritten Rang nahm Cosmos-Direkt ein. Die Hauptgründe lagen in dem guten Abschneiden bei der Serviceanalyse und einem günstigen Basis-Produkt. Der Basis-Tarif lag in zehn von zwölf Szenarien preislich unter dem Durchschnitt, der Komfort-Tarif überzeugte hingegen mit einer hervorragenden Ausstattung. Bei der Serviceanalyse punktete der Direktversicherer insbesondere mit einer sehr guten E-Mail-Beantwortung. Hier trafen die Antworten im Schnitt nach weniger als einer halben Stunde ein und waren in drei Vierteln der Fälle vollständig. Zudem waren die Antworten überdurchschnittlich freundlich formuliert.

Testsieger Kfz-Filialversicherer

Unter den Kfz-Filialversicherern erzielte HUK-Coburg den Testsieg. Der Anbieter überzeugte sowohl bei der Serviceanalyse als auch mit den beiden untersuchten Tarifen. Bei der Serviceanalyse zählte die gute E-Mail-Bearbeitung zu den Stärken des Versicherers: 90 Prozent der Antworten waren vollständig, darüber hinaus waren diese überdurchschnittlich individuell und freundlich formuliert. Zudem war der Basis-Tarif in elf von zwölf Szenarien der günstigste im Testfeld. Der Komfort-Tarif bestach mit einer hervorragenden Versicherungsausstattung.

Auf dem zweiten Rang lag DEVK. In der Serviceanalyse erhielt das Unternehmen eine gute Bewertung in den Teilbereichen Telefon und Internet. Die Wartezeit an der Hotline fiel bei diesem Filialversicherer am geringsten aus: Die Mitarbeiten nahmen die Anrufe im Schnitt schon nach knapp zwei Sekunden an. Der Internetauftritt punktete unter anderem mit den umfangreichsten allgemeinen Informationen, wie etwa einem Glossar und FAQ. Der Komfort-Tarif bot eine umfangreiche Ausstattung und lag preislich in vier von zwölf Szenarien unter dem Durchschnitt aller Tarife. Der Basis-Tarif punktete in allen Szenarien mit Prämienhöhen, die deutlich unter dem Durchschnitt lagen.

Auf Rang drei folgte Axa mit einer Top-3-Platzierung im Servicebereich und einem relativ günstigen Basis-Tarif. In allen drei Servicebereichen erzielte das Unternehmen gute Resultate. Die E-Mail-Antworten waren sehr freundlich formuliert. Dabei wurden formale Kommunikationsstandards berücksichtigt wie ein Dank für die Nachricht, ein aktives Gesprächsangebot und die Einfügung des ursprünglichen Anfragetextes in die Antwort. In der Produktanalyse erreichten sowohl der Basis- als auch der Komfort-Tarif einen Rang im Mittelfeld. Der Basis-Tarif lag preislich in allen Szenarien unter dem Durchschnittswert.

Quelle: n-tv.de

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