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Gute Bekannte: Lionel Messi und der Ballon d'Or, die Auszeichnung für den besten Fußballer der Welt.
Gute Bekannte: Lionel Messi und der Ballon d'Or, die Auszeichnung für den besten Fußballer der Welt.(Foto: REUTERS)

Abo als Weltfußballer verlängert: Lionel Messi schreibt Geschichte

Fußball-Superstar Lionel Messi vom FC Barcelona verteidigt zum dritten Mal den Titel als Weltfußballer und schreibt damit Geschichte. Der 25-jährige Argentinier gewinnt die Trophäe als erster Spieler zum vierten Mal. Bei den Frauen siegt US-Star Abby Wambach. Auch Dortmunds Meistercoach Jürgen Klopp kann zufrieden sein.

2012 knackte Messi weitere Bestmarken, darunter den ewigen Torrekord von Gerd Müller.
2012 knackte Messi weitere Bestmarken, darunter den ewigen Torrekord von Gerd Müller.(Foto: dpa)

"Es tut mir leid für diejenigen, die ihn entthronen wollen. Das ist unmöglich." Die Worte stammen von Josep Guardiola, sie gelten Lionel Messi. Die Fifa-Gala zur Ehrung des Weltfußballers 2012 hat gezeigt: Guardiola, bis Sommer 2012 beim FC Barcelona Messis Trainer und gegenwärtig auf Jobsuche, ist ein weiser Mann.

Zum vierten Mal in Folge wurde der Argentinier in Zürich als bester Fußballer der Welt ausgezeichnet. Er steht nun nicht mehr auf einer Stufe mit dreimal prämierten Fußballlegenden wie Marco van Basten (Niederlande), Zinedine Zidane (Frankreich) und Ronaldo (Brasilien). Er steht über ihnen. Und das mit 25 Jahren.

Bei der Abstimmung unter Nationaltrainern, Nationalmannschaftskapitänen und Sportjournalisten lag Messi mit 41,60 Prozent der Stimmen deutlich vor Cristiano Ronaldo (23,68/Real Madrid) und seinem Teamkollegen Andres Iniesta (10,91). Hinter Messi liegt ein sportlich herausragendes Jahr, auch wenn er sich in Sachen Titel mit dem Pokalsieg mit seinem FC Barcelona bescheiden musste.

Messi traf, wie er wollte

Mit 91 Pflichtspiel-Toren im Kalenderjahr 2012 pulverisierte "La Pulga", der Floh, den 40 Jahre alten Torrekord von Gerd Müller (85). Der Zusammenschnitt seiner 91 Treffer auf YouTube dauert allein mehr als elf Minuten. 79 Mal traf Messi im Barça-Dress, den er nach einer Vertragsverlängerung nun bis 2018 tragen will, 12 Mal im Trikot der Albiceleste. Darunter dreimal beim 4:3-Sieg der Argentinier im Sommer in New Jersey über den kommenden WM-Gastgeber und ewigen Rivalen Brasilien.

"Zum Glück ist er Argentinier", meinte Nationalcoach Alejandro Sabella nach der Partie. Es scheint, dass Messi unter ihm endlich auch in der hochkarätig besetzten Auswahl des zweimaligen Weltmeisters richtig aufblüht. Sabellas Devise im Umgang mit dem für Skandale und Glamour-Stories gänzlich ungeeigneten Messi: einfach in Ruhe lassen. Immerhin ist er jetzt viermaliger Weltfußballer.

Wambach, del Bosque - und Beckenbauer

Özil auf Rang 14, Klopp vor Löw

Mesut Özil von Real Madrid hat bei der Wahl zum Weltfußballer 2012 als bester Deutscher den 14. Platz belegt. Einziger weiterer deutscher Nationalspieler unter den 23 in die Endausscheidung gelangten Profis ist Bayern Münchens Torwart Manuel Neuer auf Rang 19.

Bei den Trainern kam Borussia Dortmunds Meistercoach Jürgen Klopp auf Platz sechs. Bundestrainer Joachim Löw wurde vor Bayern Münchens Jupp Heynckes Neunter.

Bei den Frauen setzte sich Abby Wambach aus den USA als beste Spielerin gegen ihre Teamkollegin Alex Morgan und die Brasilianerin Marta durch. Vicente del Bosque wurde zum Fußball-Welttrainer des Jahres 2012 gewählt. Der Coach der spanischen Nationalmannschaft setzte sich in der Abstimmung des Weltverbandes Fifa gegen Jose Mourinho von Real Madrid und den früheren Coach des FC Barcelona, Josep Guardiola, durch. Die Auszeichnung als beste Trainerin eines Frauenteams bekam Pia Sundhage. Die Schwedin führte die Auswahl der USA bei den Olympischen Spielen in London zum Gewinn der Goldmedaille.

Franz Beckenbauer bekam den Fifa Presidential Award. Ansonsten war die deutsche Fußball-Prominenz in Zürich nur Zuschauer. Die für die Weltauswahl nominierten Nationalspieler Manuel Neuer, Philipp Lahm, Mats Hummels, Bastian Schweinsteiger, Mesut Özil und Mario Gomez schafften nicht den Sprung in das illustre Ensemble. Alle elf gewählten Akteure der Weltauswahl spielen in Spanien, sechs davon für das spanische Nationalteam. Zum schönsten Tor des Jahres wurde bei einer Fanabstimmung auf der Fifa-Website eine Direktabnahme des Slowaken Miroslav Stoch gekürt.

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Quelle: n-tv.de

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