Olympia

Vater mischt sich einKämpfen mit oder ohne Kopftuch?

29.07.2012, 23:42 Uhr
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Wodschdan Ali Seradsch Abdulrahim Schaherkani (rechts) bei der Eröffnungsfeier. (Foto: dpa)

Erstmals schickt Saudi-Arabien zwei Frauen zu den Olympischen Spielen nach London. Die Sportlerinnen müssen die traditionelle islamische Kopfbedeckung tragen, auch beim Wettkampf. Dagegen wendet sich die Internationale Judoförderation. Nun meldet sich ein Vater zu Wort.

Eine saudi-arabische Judo-Kämpferin wird nach den Worten ihres Vaters nicht an den Olympischen Wettkämpfen teilnehmen, wenn sie ohne die traditionelle islamische Kopfbedeckung Hidschab antreten muss. Seine Tochter Wodschdan Ali Seradsch Abdulrahim Schaherkani werde auf einen Start verzichten, sollte die Internationale Judoföderation (IJF) darauf bestehe, dass sie den Hidschab ablege, sagte ihr Vater Ali der saudi-arabischen Zeitung "al-Watan" aus London. Ein IJF-Sprecher begründete die Haltung des Verbands mit Verletzungsgefahr. Ein Vertreter Saudi-Arabiens erklärte jedoch, weibliche Athleten müssten sich an die islamischen Kleidervorschriften halten.

Schaherkani sollte am Freitag in der Gewichtsklasse über 78 Kilogramm antreten. Sie und die 800-Meter-Läuferin Sarah Attar sind die ersten Athletinnen, die jemals von dem religiös-konservativen Land zu Olympischen Spielen entsandt wurden. Die sportliche Betätigung von Frauen ist in Saudi-Arabien umstritten. Muslimische Geistliche halten sie für unanständig und gegen die weibliche Natur gerichtet.

Quelle: ntv.de, rts