Technik
Vor allem asiatischstämmige Amerikaner fühlten sich diskriminiert.
Vor allem asiatischstämmige Amerikaner fühlten sich diskriminiert.(Foto: Change.org)

Rassismus-Vorwürfe: Google wirft Apps aus Shop

Eine App, mit der man ein Foto so verändern kann, als wäre man ein Asiate oder Indianer. Was die Entwickler bei Google lustig fanden, löst eine Welle der Empörung bei asiatischen Amerikanern aus. Sie initiieren eine Kampagne, die Erfolg hat.

Nach empörten Protesten asiatischstämmiger US-Bürger hat der Internetkonzern Google eine Anwendung namens "Mach aus mir einen Asiaten" aus seinem Angebot genommen. Die App "Make Me Asian" ist inzwischen nicht mehr im Online-Store von Google zu finden, auch ähnliche Anwendungen wie "Mach mich fett" und "Mach aus mir einen Indianer" wurden aus dem Angebot genommen.

"Make Me Asian" war damit beworben worden, dass Nutzer sich damit "in einen Chinesen, Japaner, Koreaner oder jeden anderen Asiaten" verwandeln lassen könnten. Dem durch die App bearbeiteten Foto eines Gesichts konnte außerdem noch ein in China und Vietnam verbreiteter spitzer Hut oder ein Bart à la Fu Manchu hinzugefügt werden. Fast 8500 Menschen unterzeichneten auf der Website change.org eine Petition für die Entfernung der App, nachdem der Blog Angry Asian Man im November auf die Anwendung hingewiesen und sie als "lächerlich rassistisch" kritisiert hatte.

Der Autor der Petition, der Washingtoner Pastor Peter Chin, äußerte sich besorgt, dass das Google-Spiel zur Verbreitung beleidigender Stereotype über Asiaten beigetragen habe. "Ich verstehe, wenn Menschen diese Charakterisierungen noch verwenden, aber ich fühle mich unwohl, wenn sie ein Gemeinplatz werden", sagte er. Das wäre "ein Rückschritt für die asiatisch-amerikanische Gemeinschaft". Asiatischstämmige US-Bürger beklagen sich häufig darüber, dass sie als Ausländer angesehen werden, selbst wenn sie seit Generationen in den Vereinigten Staaten leben.

Quelle: n-tv.de

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