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Bloß kein Sport: Aktivität könnte Frisur zerstören

Sport ist gesund, einer aufwendigen Frisur allerdings nicht besonders zuträglich. Das wissen auch afroamerikanische Frauen und meiden deshalb jede Art von Bewegung, bei der sie zum Schwitzen kommen könnten. Forscher sehen Handlungsbedarf.

Die Kunst des Zöpfeflechtens ist unter afroamerikanischen und  afrikanischen Frauen weit verbreitet.
Die Kunst des Zöpfeflechtens ist unter afroamerikanischen und afrikanischen Frauen weit verbreitet.(Foto: picture alliance / dpa)

Aus Sorge um ihre Haare meiden viele afroamerikanische Frauen sportliche Aktivitäten. Das berichten US-Forscher im Journal "Archives of Dermatology". Das Team um Rebecca Hall von der Wake Forest School of Medicine in Winston-Salem (US-Staat North Carolina) untersuchte in einer Studie an 103 schwarzen Frauen, wie Rücksicht auf die Frisur den Lebensstil beeinflusst.

Die Studie zeigt, dass viele Frauen aus Sorge um ihren zum Teil kostspieligen Haarstil auf Bewegung verzichten – etwa um nicht zu sehr zu schwitzen. 62 Prozent der Teilnehmerinnen hatten demnach chemisch geglättete Haare. Knapp 82 Prozent wuschen ihren Schopf alle ein bis zwei Wochen. Und über ein Drittel der Frauen mieden Schwimmen und andere Aktivitäten im Wasser, weil sie um ihre Frisur fürchteten. Knapp 30 Prozent verzichten deshalb auf Aerobic oder den Gang ins Fitnessstudio.

Die Forscher verweisen darauf, dass regelmäßige Bewegung das Risiko für Übergewicht und damit verbundene Krankheiten senkt. Wenn man Strategien für mehr Sport entwickle, müsse man die Sorgen vieler Frauen um ihre Frisur miteinbeziehen.

Quelle: n-tv.de

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