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West-Nil-Virus im Gepäck?: Asiatische Mücke wandert ein

Es dauert eine Weile, bis eine Art in einem neuen Gebiet heimisch geworden ist. Die asiatische Buschmücke scheint jedoch bei ihrem Vormarsch durch Europa voranzukommen. Inzwischen wird sie in NRW und Rheinland-Pfalz nachgewiesen.

Ein Exemplar der Art beim Blutsaugen.
Ein Exemplar der Art beim Blutsaugen.(Foto: Wikipedia/Centers for Disease Control and Prevention)

Die gefährliche asiatische Buschmücke Aedes japonicus ist in Deutschland auf dem Vormarsch. Größere Populationen wurden im Süden von Nordrhein-Westfalen und im Norden von Rheinland-Pfalz entdeckt, teilte das Leibniz-Zentrum für Agrarlandschaftsforschung (ZALF) in Müncheberg mit.

Gemeinsam mit dem Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) auf der Insel Riems sei man der asiatischen Buschmücke durch Berichte über seltene Insekten im Rahmen des Mit-Mach-Projekts Mückenatlas auf die Spur gekommen. Zuvor seien die Mücken bereits im südlichen Baden-Württemberg nachgewiesen worden.

Das Insekt ist den Angaben zufolge Überträger des in Einzelfällen tödlichen West-Nil-Virus. Aedes japonicus, ursprünglich in Japan, Korea und China vorkommend, war 1998 nach Nordamerika eingeschleppt worden, wo sie mittlerweile in 22 Staaten der USA und in Teilen Kanadas entdeckt wurde. Einige Larven dieser Art wurden im Jahre 2000 in Frankreich auf einem Lagerplatz für gebrauchte Reifen entdeckt.

Experten vermuten, dass die Einschleppung dieser exotischen Mückenart durch den Transport von Altreifen erfolgt, die mit Regenwasser gefüllt sind und dadurch als Brutstätte dienen.

Quelle: n-tv.de

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