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Donnerstag, 13. August 2009

Bei Darmkrebs: Aspirin verringert Sterberisiko

Die tägliche Einnahme einer Tablette Aspirin verringert das Sterberisiko von Patienten mit Darmkrebs um bis zu 29 Prozent. Das ergab eine Studie, die in der US-Fachzeitschrift "Journal of the American Medical Association" veröffentlicht wurde.
Noch warnen die Autoren der Studie vor Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten - weitere Untersuchungen sind nötig.

Noch warnen die Autoren der Studie vor Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten - weitere Untersuchungen sind nötig.
(Foto: picture-alliance / dpa)

Ein Team des Massachusetts General Hospital untersuchte über einen Zeitraum von zwölf Jahren knapp 1300 Männer und Frauen mit Darmkrebs in verschiedenen Stadien und ohne Metastasen im Körper. Bei denjenigen, die regelmäßig Aspirin einnahmen, lag das Risiko, an dem Krebs zu sterben, um 29 Prozent niedriger als bei der Versuchsgruppe ohne die Kopfschmerztabletten.

Bei denjenigen, die die besonders Form COX-2 des Tumors hatten, war das Risiko sogar um 61 Prozent verringert. COX-2 ist ein Enzym, das zu Entzündungen und zur Vermehrung der Zellen führt, zwei Drittel aller Darmkrebspatienten entwicklen dieses Enzym. Das Aspirin unterdrücke COX-2, teilten die Autoren der Studie mit. "Die Ergebnisse zeigen, dass das Aspirin tatsächlich die Biologie von Tumoren im Darm beeinflussen kann", sagt Andrew Chan von der Massachusetts Klinik.

Die Autoren der Studie, welche noch durch die Ergebnisse einer weiteren Untersuchung bestätigt werden muss, warnen jedoch vor der Einnahme von Aspirin als Therapiemethode. Besonders zusammen mit anderen Medikamenten könne dies sehr gefährlich sein und Vergiftungen und innere Blutungen auslösen. Um eine Therapie mit Aspirin zu entwickeln, seien noch weitere Untersuchungen nötig.

AFP

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