Donnerstag, 24. April 2008
Beide Partner sind frustriert: Blaumeisenehen scheitern
Blaumeisen stehen den Menschen bei Scheidungen in nichts nach. Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts für Ornithologie haben bei den eigentlich sehr treuen Vögeln Trennungsraten von über 50 Prozent festgestellt. Offensichtlich sei einer der beiden Partner frustriert, weil aus der Beziehung zu wenige Kinder hervorgingen, vermuten die Verhaltensökologen Mihai Valcu und Bart Kempenaers. Die Studie wurde im Fachblatt "Animal Behaviour" veröffentlicht.
Meist paarte sich das Männchen nach der Trennung mit einem größeren Weibchen, um die Zahl der Nachkommen zu erhöhen, stellten die Wissenschaftler fest. Sie spekulieren deshalb, dass sich das Männchen von einem anderen Weibchen bezirzen lässt und seine Partnerin davonjagt. Allerdings wurden auch Fälle beobachtet, in dem das Weibchen durch den Revierwechsel zu einem anderen Männchen bessere Lebensbedingungen vorfand und so einen höheren Bruterfolg erzielte, heißt es in der Pressemitteilung der Max-Planck-Gesellschaft.
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