Donnerstag, 03. Januar 2008
Massaker und Aussterben: Delfin-Jahr war Fehlschlag
Das vergangene "Jahr des Delfins" der Vereinten Nationen war nach Ansicht deutscher Tierschützer ein Fehlschlag. Die Bilanz sei mehr als enttäuschend, kritisierte die Gesellschaft zur Rettung der Delfine (GRD).
Im Aktionsjahr sei der Chinesische Flussdelfin ausgestorben, weitere Populationen wie die in deutschen Gewässern heimischen Ostseeschweinswale seien akut bedroht, und das Sekretariat des Kleinwalschutzabkommens für Nord- und Ostsee sei aufgelöst worden. Delfine gehören biologisch zur Ordnung der Waltiere.
Zu den Kernthemen des Delfinschutzes wie Überfischung der Nahrungsressourcen, Beifang, Delfinmassaker vor der japanischen Küste oder Wiedereinführung der Treibnetzfischerei im Mittelmeer durch die EU hätten sich die offiziellen Kampagnen weitgehend ausgeschwiegen, kritisierte GRD-Biologe Ulrich Karlowski. Im Jahr des Delfins sei viel Geld für Konferenzen und Aufklärungskampagnen ausgegeben worden, für Maßnahmen zum Überleben oder gegen das Aussterben der Meeressäuger fehlten aber nach wie vor die Mittel.
Das "Jahr des Delfins 2007" war von den Vereinten Nationen um ein Jahr bis Ende 2008 verlängert worden.
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