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In Zeiten mit viel Regen erblühte die Maya-Kultur. (Maya-Wohnhaus, Yucatan)
In Zeiten mit viel Regen erblühte die Maya-Kultur. (Maya-Wohnhaus, Yucatan)(Foto: dpa)

Neue Regenanalyse: Dürre beendete Maya-Kultur

Für das Verschwinden der Maya-Kultur ab dem 7. Jahrhundert waren anhaltende Dürreperioden verantwortlich. In Zeiten mit viel Regen hingegen erblühte die Kultur. Das zeigen US-Forscher anhand einer neuen Regenanalyse.

Immer neue Dürreperioden schwächten zunächst die Maya-Kultur und ließen sie schließlich ganz verschwinden. Das bestätigen neue, detaillierte Daten über die Niederschläge in Mittelamerika während der Maya-Zeit. Die neue Zeitkarte der Dürren und Regenfälle präsentieren Douglas Kennett von der Pennsylvania State University und Kollegen in der Fachzeitschrift "Science".

Für die Zeitkarte hatte das internationale Team Atomsorten (Isotope) in den Ablagerungen einer Tropfsteinhöhle in Belize analysiert. Dabei ergaben sich auffallende Parallelen zu der aus Maya-Schriftzeichen rekonstruierten Geschichte. Während die Kultur in Zeiten mit viel Regen erblühte, begann ihr Niedergang mit einer Aufspaltung in viele Kleinstaaten gleichzeitig mit einer Reihe von Dürreperioden ab dem Jahr 660 nach Christus.

Starke Dürren im 11. Jahrhundert

Die bereits geschwächte Gesellschaft wurde schließlich um 1020 und 1100 von besonders starken Dürren heimgesucht. Dies könnte das endgültige Aus für die Maya-Kultur bedeutet haben, von der bei der Ankunft der Europäer nur noch ihre eindrucksvollen Bauten zeugten.

Die neuen Analysen aus den Stalagmiten-Ablagerungen bieten den Forschern zufolge die bisher genauesten Daten zum Niederschlag in der Maya-Periode. Eine Reihe von Dürreperioden wird allerdings schon länger als Ursache für den Untergang der Maya-Hochkultur vermutet. So hatte etwa Gerald Haug vom Geoforschungszentrum in Potsdam bereits im Jahr 2000 den zeitlichen Ablauf von Niederschlägen in Mittelamerika aus Meeres-Sedimenten vor Venezuela abgeleitet und ebenfalls Hinweise auf ausgeprägte Dürreperioden gefunden.

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Quelle: n-tv.de

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