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Unkontrollierter Absturz von "Ferrari des Weltalls": "GOCE" kurz vor Eintritt in die Atmosphäre

Nachdem dem 2009 ins All geschossenen Satelliten "GOCE" der Treibstoff ausgegangen ist, erklärt die Esa dessen Mission als beendet. Der Absturz wird in der Nacht zum Montag erwartet. Ein Großteil des Trabanten wird verglühen, einige Teile werden aber auch auf die Erde treffen.

Nach vierjähriger Mission wird der Satellit "GOCE" in Kürze in der Atmosphäre verglühen. Voraussichtlich werde der Satellit in der Nacht zum Montag in die Atmosphäre eintreten, teilte die Europäische Raumfahrtbehörde Esa im italienischen Frascati mit. Derzeit sei aber der genaue Zeitpunkt noch unklar.

Der fünf Meter lange und 1,2 Tonnen schwere Satellit wird beim Herabstürzen in mehrere Teile zerbrechen, der Großteil wird verglühen. Wahrscheinlich werden mehrere kiloschwere Stücke zur Erde gelangen. Vorwiegend dürfte das jedoch Wasserflächen treffen. Ein Unglück sei extrem unwahrscheinlich, hieß es. Dutzende Satelliten endeten bereits ähnlich. Unfälle wurden bisher nicht bekannt.

Länger als geplant im All

"GOCE" hatte mit Messungen des Schwerefelds erstmals ein weltweites zentimetergenaues Höhenprofil der Erde geliefert. Damit können etwa unterschiedliche Höhenangaben von Bergen vereinheitlicht und Probleme bei Bauvorhaben besser gelöst werden. Die Daten dokumentieren auch den Anstieg des Meeresspiegels und Strömungsveränderungen, die für Klimamodelle wichtig sind.

Die US-Mission "GRACE" hatte bereits ähnliche Ergebnisse erbracht. Die Genauigkeit von "GOCE" ist aber weit größer. Mitte nächsten Jahres wollen die Wissenschaftler die letzte Auswertung vorlegen. Die Höhengenauigkeit soll dann nach Angaben der koordinierenden Technischen Universität München bei zwei Zentimetern liegen.

"GOCE" sollte ursprünglich nur eineinhalb Jahre in der Umlaufbahn kreisen. Doch wegen geringer Sonnenaktivität reichte der Treibstoff fast dreimal so lang. Eine hohe Aktivität bremst den Satelliten ab. Im Oktober ging der Sprit dann aber endgültig aus. Seitdem warten die Forscher auf das Verglühen beim Wiedereintritt in die Atmosphäre.

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Quelle: n-tv.de

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