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Kommt nicht wie Kohlenstoffdioxid aus Schloten, ist dafür aber rund 7100-fach schädlicher: PFTBA
Kommt nicht wie Kohlenstoffdioxid aus Schloten, ist dafür aber rund 7100-fach schädlicher: PFTBA(Foto: picture alliance / dpa)

7100-mal schädlicher als Kohlenstoffdioxid: Klimaforscher entdecken neues Treibhausgas

Es ist eigentlich kaum vorstellbar: Mehr als 60 Jahre lang wird ein unglaublich potenter Klimakiller in die Atmosphäre gepustet, ohne dass irgendjemand davon Wind bekommt. Nun kommen kanadische Forscher dem schrecklichen Geheimnis von PFTBA auf die Schliche.

Kanadische Wissenschaftler haben nach eigenen Angaben ein bisher unbekanntes Treibhausgas entdeckt, dessen klimaschädliche Wirkung den aller anderen Substanzen bei weitem übertrifft. Das von Menschenhand geschaffene Gas Perfluorotributylamin (PFTBA) sei schon seit Jahrzehnten in der Atmosphäre vorhanden und trage "stärker zur Wärmespeicherung bei als sämtliche bis heute gefundenen Chemikalien", teilte das Forscherteam der Universität von Toronto mit. Seine Erkenntnisse wurden auf der Internetseite der Fachzeitschrift "Geophysical Research Letters" veröffentlicht.

PFTBA wird seit Mitte des 20. Jahrhunderts beim Bau elektronischer Geräte eingesetzt, etwa bei Testläufen und als wärmeleitende Substanz. Seine offenbar klimaschädliche Wirkung fiel den Forschern aber erst jetzt auf und liegt den Wissenschaftlern zufolge umgerechnet auf einen Zeitraum von hundert Jahren um das 7100-fache über der von Kohlenstoffdioxid.

Zudem kann PFTBA den Angaben zufolge mit bekannten Mitteln nicht abgebaut oder aus der unteren Atmosphäre entfernt werden. Es habe "eine sehr lange Lebenszeit, die sich vermutlich über mehrere Jahrhunderte erstreckt", sagte die beteiligte Wissenschaftlerin Cora Young.

Quelle: n-tv.de

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