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Freitag, 05. April 2013

Verstärkte Verkalkung und mehr Stress: Lärm und Smog gefährden Herz

Eine Studie an tausenden Menschen zeigt: Luftverschmutzung und Lärmbelastung führen zu einem erhöhten Herzrisiko. Bluthochdruck und Gefäßverkalkung sind mögliche Folgen.

Luftverschmutzung und Lärmbelastung erhöhen das Risiko von Herz-Kreislauf Erkrankungen.
Luftverschmutzung und Lärmbelastung erhöhen das Risiko von Herz-Kreislauf Erkrankungen.(Foto: picture alliance / dpa)

Nächtlicher Verkehrslärm und Flugzeuglärm sowie anhaltende Feinstaubbelastung können das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen erhöhen. Das bestätigen zwei aktuelle Studien, die bei der Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie (DGK) in Mannheim vorgestellt wurden.

In einem Fall untersuchten die Forscher anhand der Daten von rund 4200 Menschen, inwieweit sich Lärm und Luftverschmutzung auf die Blutgefäße auswirken. Dabei zeigte sich, dass beides zu einer verstärkten Verkalkung der Aorta, also der Hauptschlagader, beiträgt.

In einer weiteren Studie wurde an 75 gesunden Freiwilligen untersucht, wie sich nächtlicher Fluglärm auf Gefäßfunktion, Blutdruck, Herzrate und Stresshormone auswirkt. Es zeigte sich, dass sowohl Blutdruck als auch Adrenalinspiegel anstiegen. Das Stresshormon Adrenalin wird bei Belastungen vermehrt ausgeschüttet. "Nächtlicher Fluglärm beeinträchtigt die Gefäßfunktion und stimuliert die Adrenalinausschüttung, und das auch bei gesunden Menschen", lautete das Fazit der Studienautoren.

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Quelle: n-tv.de

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