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Die Müllwolke rund um unseren Planeten: Die Computergrafik der ESA zeigt Weltraummüll früherer Weltraummissionen, der neben intakten Satelliten um die Erde kreist.
Die Müllwolke rund um unseren Planeten: Die Computergrafik der ESA zeigt Weltraummüll früherer Weltraummissionen, der neben intakten Satelliten um die Erde kreist.(Foto: ESA/dpa)

Weltraumschrott stürzt zur Erde: "Maximal einige Meter im Durchmesser"

Die Berechnungen der Experten lassen keinen Raum für Zweifel: Am kommenden Freitag, dem 13., wird ein Objekt unbekannter Herkunft in die Erdatmosphäre eindringen und wohl unvollständig verglühen. Für die Absturzregion gilt eine Vorwarnung.

Rund 150.000 Objekte umkreisen die Erde: Ein Stück dieser Massen an Weltraumschrott wird nach Angaben der Europäischen Weltraumagentur (Esa) noch vor dem Wochenende in die Atmosphäre zurückkehren und voraussichtlich im Meer vor der Küste Sri Lanka niedergehen.

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Für die Anwohner in der Region bestehe nur ein äußerst geringes Risiko, heißt es, von den herabstürzenden Trümmerteilen getroffen zu werden. Ausschließen können die ESA-Experten das allerdings nicht. Dennoch gilt das Ereignis als Chance: Die Wissenschaft verspreche sich von dem Ereignis dagegen bessere Erkenntnisse darüber, wie Objekte beim Kontakt mit der Erdatmosphäre reagieren, teilte die ESA mit.

Das "maximal einige Meter im Durchmesser" große Trümmerteil werde größtenteils verglühen, prognostizierte die Weltraumagentur. Der Rest werde etwa 65 Kilometer vor der Südküste Sri Lankas ins Meer stürzen.

Absturz über dem Meer

Mit dem Eintritt in die Atmosphäre ist laut dem Observatorium in Paris am Freitag, dem 13., gegen 7.18 Uhr (MEZ) zu rechnen. Fischer in der Region sollten die betroffene Zone um die Mittagszeit (Ortszeit) aus Sicherheitsgründen meiden.

Fachleute sind angereist, um den Wiedereintritt des Objekts in die Erdatmosphäre zu beobachten. Es ist damit zu rechnen, dass das Trümmerteil einen kilometerlangen Feuerschweif quer über den Himmel ziehen wird. Wissenschaftler wollen das Ereignis unter anderem aus einem Flugzeug heraus verfolgen. Ein Schiff der srilankischen Marine soll zudem versuchen, Überreste des Objekts aus dem Meer zu bergen.

Das fragliche Stück Weltraumschrott trägt die Bezeichnung WT1190F. Das Objekt war 2013 entdeckt und zunächst für einen Asteroiden gehalten worden. Später wurde deutlich, dass es sich offenbar nicht um Eis oder Gestein, sondern um Weltraumschrott handelt. Herkunft und Zusammensetzung sind bislang allerdings noch unbekannt.

Quelle: n-tv.de

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