Freitag, 24. Juli 2009
Gutes Zeichen fürs Wattenmeer: Mehr Seehunde gesichtet
Die Seehundbestände an der deutschen Nordseeküste nehmen weiter zu. Dies ist nach Angaben des Landwirtschaftsministeriums in Schleswig-Holstein sowie des Niedersächsischen Landesamtes für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (LAVES) das Ergebnis der ersten Zählflüge 2009.
(Foto: dpa)
"Nach den beiden verheerenden Staupe-Epidemien in den Jahren 1988 und 2002, in denen tausende Seehunde starben, freue ich mich über dieses sehr gute Zeichen für den Lebensraum Wattenmeer. Ich werte es als Ausrufezeichen für unser neues Weltnaturerbe", sagte der Kieler Landwirtschaftsminister Christian von Boetticher.
Höchster Stand seit 70er Jahren
An der Nordseeküste Schleswig-Holsteins habe man schon Mitte Juni eine Höchstzahl von Seehunden festgestellt. Mit 8415 Tieren sei der höchste Stand seit dem Beginn der Zählflüge Anfang der 70er Jahre festgestellt worden. "Den Seehunden geht es gut, es gibt keine Anzeichen dafür, dass die Tiere krank sein könnten", sagte eine LAVES-Sprecherin. An der niedersächsischen Nordseeküste könnte man in diesem Jahr an einen Spitzenwert von 6500 Tieren herankommen. Die bisherigen Zählflüge zeigten eindeutig: "Tendenz zunehmend".
Eine genaue Analyse und abschließende Zahlen soll es nach dem Ende der Zählflüge im August geben. Dann werden die endgültigen Daten aus Schleswig-Holstein und Niedersachsen sowie aus den Niederlanden und aus Dänemark erwartet.
dpa
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