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Band hilft beim Altwerden: Solo-Musikstars sterben früher

"I hope I die before I get old" sangen einst The Who. Dass Rockstars häufig nicht so alt werden wie andere Menschen, ist eine bekannte Tatsache. Eine Studie findet nun heraus, dass die Chancen, alt zu werden, in einer - berühmten - Band größer sind als für Solo-Stars. Auch negative Kindheitserlebnisse üben einen Einfluss aus.

Auch Amy Winehouse starb jung - mit nur 27 Jahren. Sie hatte lange mit psychischen Problemen sowie Alkohol- und Drogensucht zu kämpfen.
Auch Amy Winehouse starb jung - mit nur 27 Jahren. Sie hatte lange mit psychischen Problemen sowie Alkohol- und Drogensucht zu kämpfen.(Foto: dapd)

Dass Rockstars häufig jünger sterben als Normalsterbliche, ist kein Geheimnis. Forscher haben nun aber herausgefunden, dass es einen gewaltigen Unterschied ergibt, ob die Musiker als Solisten oder als Teil einer Band zu Ruhm kamen. Laut einer in der Fachzeitschrift "BMJ Open" veröffentlichten Studie ist der Anteil der frühzeitig verstorbenen Solo-Musiker doppelt so hoch wie der von Rockstars, die zu einer berühmten Gruppe gehörten.

Die Forscher untersuchten das Schicksal von knapp 1500 Rock- und Popstars, die zwischen 1956 und 2006 berühmt wurden. Rund neun Prozent von ihnen verstarben vorzeitig, in Nordamerika im Durchschnittsalter von 45 Jahren und in Europa im Durchschnittsalter von knapp 40 Jahren. In fast 40 Prozent der Fälle waren Drogenkonsum oder Autounfälle die Todesursache.

Während in den USA aber 23 Prozent der verstorbenen Solo-Musiker die durchschnittliche Lebenserwartung nicht erreichten, waren es bei Musikern in Bands nur zehn Prozent. In Europa betrug der Anteil knapp zehn Prozent gegen fünf Prozent.

Auch  Kindheit hat Einfluss

Die Studie untersuchte zudem den Einfluss negativer Kindheitserfahrungen ("adverse childhood experiences") auf den frühen Tod von Rockstars. Die Forscher kamen dabei zu dem Schluss, dass ungünstige Erlebnisse in der Kindheit (wie Missbrauch, Gewalterfahrungen etc.)  die Wahrscheinlichkeit späteren "gesundheitsschädlichen Verhaltens" (Drogen-, Alkoholmissbrauch) erhöhen. Mit dem Startum verbundener Ruhm und Wohlstand führten zudem zu erhöhter Risikobereitschaft, auch durch den leichteren Zugang zu bestimmten Drogen.

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Quelle: n-tv.de

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