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Auch Erwachsene, die als Kind nicht gegen Tetanus immunisiert wurden, können sich noch impfen lassen.
Auch Erwachsene, die als Kind nicht gegen Tetanus immunisiert wurden, können sich noch impfen lassen.
Dienstag, 28. Februar 2012

Gilt auch für Erwachsene: Tetanus-Impfschutz auffrischen

Tetanus kann tödlich verlaufen - deswegen sollten sich auch Erwachsene regelmäßig dagegen impfen lassen. Experten raten bei der Immunisierung zu einer Kombination, die auch gegen Keuchhusten und Diphtherie schützt.

Erwachsene sollten darauf achten, alle zehn Jahre ihren Tetanus-Impfschutz aufzufrischen. Auch Menschen, die nicht bereits im Kindesalter immunisiert wurden, können sich jederzeit als Erwachsene impfen lassen, erklärt Wolfgang Wesiack vom Berufsverband Deutscher Internisten (BDI) in Wiesbaden. Er rät, anstelle einer Monoimpfung gegen den Wundstarrkrampf gleich eine Kombinationsimpfung gegen Tetanus, Keuchhusten und Diphtherie zu wählen.

Laut dem BDI ist die Impfung besonders wichtig für ältere Menschen mit Durchblutungsstörungen, für Menschen mit Diabetes und bei Erkrankungen der Hautoberfläche wie Geschwüren oder Ekzemen. Bei der Erstimmunisierung müsse zweimal nachgeimpft werden - nach einem Monat und dann noch einmal nach einem Jahr. Üblicherweise werde der Schutz bereits im Säuglingsalter mit der Kombinationsimpfung aufgebaut, gefolgt von zwei Auffrischungen bei Kindern im fünften oder sechsten Lebensjahr und dann bei Jugendlichen bis zum 18. Lebensjahr. Alle zehn Jahre sollte der Impfschutz aufgefrischt werden ( Empfehlungen zur Tetanus-Impfung gibt es vom BDI im Internet).

Eine Lücke im Impfschutz kann gefährlich werden, denn Tetanus sei eine häufig tödlich verlaufende Infektionskrankheit. Sie werde durch das Bakterium Clostridium tetani ausgelöst, deren Sporen über kleinste Hautrisse oder Wunden in den Körper eindrängen, wo sie Giftstoffe absonderten, die vor allem muskelsteuernde Nervenzellen, aber auch Herzzellen schädigten. Die Sporen kommen Wesiack zufolge nahezu überall vor, auch im Straßenstaub oder in der Gartenerde.

Quelle: n-tv.de

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