Maßgeschneiterte Therapien möglichRisiko für Parkinson in den Genen
Ein internationales Team aus Wissenschaftlers findet heraus, dass das Risiko an Parkinson zu erkranken, mit einer bestimmten Genvariante im Zusammenhang steht.
Ein Team von Ärzten und Humangenetikern aus Deutschland und Großbritannien hat einen neuen genetischen Risikofaktor für Parkinson identifiziert. "Unsere Studie zeigt das Zusammenspiel von erblichen Faktoren und Umwelteinflüssen wie etwa Nahrungsgewohnheiten bei der Entstehung des Morbus Parkinson," erklärte der Erstautor der Studie, Matthias Elstner, vom Helmholtz Zentrum München. Die Wissenschaftler fanden eine Genvariante, die das Risiko erhöht, an Parkinson zu erkranken. Die Forschungsergebnisse könnten demnach "die Entwicklung maßgeschneiderter Therapien unterstützen".
Wissenschaftler der Technischen Universität München, der Ludwig-Maximilians-Universität München (LMU), des Helmholtz Zentrums und der University of Newcastle upon Tyne haben Nervenzellen im Gehirn daraufhin untersucht, welche Gene sich bei einer Parkinson-Erkrankung in ihrer Aktivität verändern. Dabei entdeckten sie eine genetische Variante, die möglicherweise zu Veränderungen beim Enzyms Pyridoxalkinase (PDXK) im Gehirn führt. Dieses Enzym wandelt Vitamin B6 aus der Nahrung um und schafft damit die Voraussetzung zur Produktion des Botenstoffes Dopamin. Der Vitamin-B6-Stoffwechsel hat nach Angaben der Forscher einen weitreichenden Einfluss sowohl auf das Krankheitsrisiko wie auch die Therapie der Erkrankung.
Für Parkinson wird das beschleunigte Altern und Absterben von Nervenzellen verantwortlich gemacht, die Dopamin herstellen. Die verminderte Produktion des Botenstoffs erklärt die meisten Symptome von Morbus Parkinson. Die langsam fortschreitende neurologische Erkrankung geht mit Muskelstarre, Muskelzittern und verlangsamten Bewegungen einher. Neben den körperlichen Einschränkungen können auch Depressionen und andere psychische Veränderungen auftreten.