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5000 lebensgroße KriegerTerrakotta-Armee soll wachsen

10.06.2009, 15:15 Uhr
terracottag
Im Hamburger Museum für Völkerkunde waren 2007 für kurze Zeit Kopien der Tonkrieger zu sehen. (Foto: picture-alliance/ dpa)

Das Terrakotta-Heer des chinesischen Herrschers Qin Shi Huang gehört zu den größten archäologischen Entdeckungen der Moderne. Nun werden weitere Exemplare der legendären Krieger freigelegt.

Mit neuen Grabungsarbeiten wollen chinesische Archäologen weitere Exemplare der legendären Terrakotta-Krieger freilegen und damit ihren Geheimnissen genauer auf den Grund gehen. Die Arbeiten würden am Samstag in der Nähe von Xian, der Hauptstadt der nördlichen Provinz Shaanxi, beginnen, teilte die für das Kulturerbe zuständige Behörde mit. Gesucht werden soll in der größten der drei Gruben, die seit 1974 freigelegt wurden. Dort werden noch etwa 5000 lebensgroße Terrakotta-Krieger vermutet. Die Archäologen erhoffen sich Aufschluss über eine Reihe von Rätseln um die Armee - beispielsweise, ob außer Soldaten auch Staatsbedienstete nachgebildet wurden.

Laut der amtlichen Zeitung "China Daily" wollen die Archäologen versuchen, mit neuen Techniken die Farben der Kriegerfiguren zu erhalten, die bisher durch die Reaktion mit Sauerstoff stets verblassten. Die Grabungsarbeiten sind zunächst bis Ende des Jahres angesetzt, Touristen dürfen den Ort jedoch weiterhin besuchen. Es sind die ersten Grabungsarbeiten ohne ausländische Hilfe. Die Terrakotta-Armee ist eine der größten archäologischen Entdeckungen der Moderne. Seit 1987 steht sie auf der Weltkulturerbe-Liste.

In Auftrag gegeben wurde die riesige Armee aus Ton von dem chinesischen Herrscher Qin Shi Huang, dem 221 vor Christus die Einigung Chinas gelang und der sich zum ersten Kaiser des Landes ernannte. Das Terrakotta-Heer sollte ihm ins Jenseits folgen.

Quelle: AFP