Der Tag21-Jähriger wollte seine Ex zurück und tötete sie - jetzt muss er lange Zeit ins Gefängnis
Weil er seine gleichaltrige Ex-Freundin getötet hat, ist ein 21-Jähriger im Landgericht Hannover zu einer Freiheitsstrafe von elf Jahren verurteilt worden. "Wir haben keinerlei Zweifel daran, dass Sie in Tötungsabsicht auf sie eingestochen haben", sagte der Vorsitzende Richter Martin Grote zu dem Angeklagten.
Die Gewalttat ereignete sich im November 2023 in der Wohnung der 21 Jahre alten Leonie, die sich zuvor nach knapp zwei Jahren von ihrem Freund getrennt hatte. Ihr Ex-Partner hatte noch um ein Treffen gebeten, Freunde von Leonie warteten auf der Straße vor dem Mietshaus in Hannover. Der Deutsche hatte während des Prozesses eingeräumt, seine Ex-Freundin mit dem Messer tödlich verletzt zu haben, aber behauptet, es sei versehentlich passiert, weil sie ihn an seinem Suizid hindern wollte. Dies passe nicht zur Spurenlage und zu den Messerstichen im Nacken von Leonie, sagte der Richter. Mindestens 17 Mal habe er in den Hals- und Bauchbereich eingestochen. "Mehr ins Leben kann man nicht zielen mit Messerstichen", sagte der Richter.
Das Gericht verurteilte den jungen Mann wegen Totschlags, nicht wegen Mordes. Das Urteil ist bisher nicht rechtskräftig. Er sei nicht mit der Absicht, die 21-Jährige zu töten, zu ihr gefahren, sonst hätte er auch keinen Ring gekauft, erläuterte Grote. Vielmehr habe er sie zurückgewinnen wollen. In seinem Rucksack hatte der junge Mann Wechselwäsche dabei, für den Fall einer Versöhnung, aber auch das Tatmesser. Als letztes Druckmittel habe der 21-Jährige das Messer genommen und gedroht, sich selbst etwas anzutun.