Der Tag

Der Tag23-Jährige von Fahnenmast erschlagen - Staatsanwaltschaft fordert 5400 Euro von Lkw-Fahrer

27.04.2022, 11:42 Uhr

Für das tödliche Umstürzen eines Fahnenmastes auf dem Kieler Rathausplatz drohen einem Lkw-Fahrer aus Bayern 5400 Euro Geldstrafe. Die Staatsanwaltschaft forderte im Prozess um den Tod einer jungen Frau wegen fahrlässiger Tötung 90 Tagessätze je 60 Euro. Der 62-Jährige habe am 3. August 2020 eine erhebliche Pflichtverletzung begangen, weil er den Lkw das letzte Stück ohne Einweiser zurücksetzte. Der festgestellte Materialfehler des Fahnenmastes wiege diese Schuld nicht auf. Die Staatsanwaltschaft sprach von einer Verkettung unglücklicher Umstände. Der Verteidiger forderte eine Strafe im unteren bis mittleren Rahmen der in einer Verständigung vereinbarten 70 bis 100 Tagessätze. Das Verfahren gegen den 75 Jahre alten Beifahrer wurde gegen eine Geldauflage von 1200 Euro vorläufig eingestellt, "weil dessen verwirklichte Schuld nicht so groß ist", wie Richter Sebastian Schwarz sagt. Die 23 Jahre alte Auszubildende war im August 2020 von dem 14 Meter hohen Fahnenmast erschlagen worden. Als sie und andere neue Azubis der Stadt Kiel sich für ein gemeinsames Foto auf dem Rathausplatz versammelt hatten, fuhr der Lastwagen gegen den Mast, der daraufhin brach.

Quelle: ntv.de