Der Tag9/11: Trump spricht bei Gedenkfeier plötzlich über Iran-Krieg
Eine Bühne, die er nicht für sich nutzen kann, will Donald Trump wohl nicht haben - das legt zumindest ein Bericht der US-Zeitung "New York Times" nahe. Demnach beabsichtigte der US-Präsident - wie alle seine Vorgänger von George W. Bush über Barack Obama bis hin zu Joe Biden - an der 9/11-Gedenkfeier am Ground Zero in New York teilzunehmen. Da eine politische Rede - wie seit Jahren üblich - jedoch nicht willkommen war, soll Trump seinen Vize JD Vance geschickt und selbst zum Pentagon gereist sein. Sie ahnen es ... für eine Rede natürlich! Am Pult im Pentagon gedachte der Republikaner zu Anfang tatsächlich der knapp 3000 Opfer der Terroranschläge vom 11. September 2001, aber dann sprach er plötzlich über den Iran-Krieg und nutzte die Veranstaltung, um den Angriff zu rechtfertigen. "Wir werden niemals, niemals vergessen. Deshalb kämpfen wir heute. Wir haben keine Wahl. Es kann nur den Sieg geben", sagte der Republikaner in seiner Rede auf der Gedenkveranstaltung am Hauptsitz des Verteidigungsministeriums bei Washington. Trump ergänzte: "Wir würdigen die Soldaten, die gerade jetzt dafür sorgen, dass der weltweit führende Unterstützer des Terrors, die Islamische Republik Iran, niemals eine Atomwaffe besitzen wird." Verteidigungsminister Pete Hegseth, der sich selbst Kriegsminister nennt, hatte zuvor in seiner Rede auf der Gedenkfeier gesagt, man habe in den vergangenen sechs Monaten den weltweit bedeutendsten staatlichen Sponsor des Terrorismus in Schutt und Asche gelegt.