Der TagAmazon-Mitarbeiter stirbt auf Firmentoilette - Verdi erhebt Vorwürfe
Mitte November soll ein Amazon-Mitarbeiter in Erfurt während seiner Frühschicht gestorben sein. Das berichtet die Gewerkschaft Verdi. Der Mitarbeiter habe versucht, sich krankzumelden, doch das sei ihm nicht erlaubt worden. Wenig später sei er von Kollegen leblos auf der Firmentoilette gefunden worden. Verdi erhebt nun schwere Vorwürfe gegen den Online-Konzern, der die Situation anders darstellt.
Die Gewerkschaft fordert eine Aufklärung des Vorfalls und kritisiert die Arbeitsbedingungen bei Amazon in Erfurt. "Beschäftigte berichten uns von hohen Leistungsanforderungen, Urlaubssperren, fehlendem Lohn bei Krankmeldungen, ständigem Druck bei Unterschreitung willkürlicher Normen. Sie befinden sich zu großen Teilen in befristeten Arbeitsverhältnissen und berichten von Angst vor Arbeitsplatzverlust, wenn sie sich krankmelden oder zu langsam arbeiten", schreibt Gewerkschaftssekretär Matthias Adorf in einer Mitteilung. Amazon zufolge habe es sich nicht um einen Arbeitsunfall gehandelt. Mit dem betroffenen Mitarbeiter sei vereinbart worden, dass er zunächst seine Pause wahrnimmt und danach entscheidet, ob er nach Hause geht, antwortete Amazon auf Anfrage von RTL.