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Der TagAnalyse: Allein in erster Corona-Welle blieben 2600 Krebsfälle unentdeckt

03.05.2021, 13:03 Uhr

In der ersten Corona-Welle im Frühjahr 2020 sind laut einer Analyse der Barmer vermutlich 2600 Krebserkrankungen unentdeckt geblieben. Bei den neun häufigsten Krebserkrankungen lag die Zahl der Eingriffe von April bis Juni vergangenen Jahres um 16,7 Prozent unter denen der Vergleichszeiträume der Jahre 2017 bis 2019, wie die Krankenkasse mitteilte.

Bei Brustkrebs, Mast- und Dickdarmkrebs betrug das Minus demnach sogar mehr als 20 Prozent. In der ersten Corona-Welle dürften damit etwa 2600 Krebserkrankungen unentdeckt geblieben sein, darunter fast 1600 Brustkrebsfälle, wie aus der in Kooperation mit Experten des Universitätsklinikums Würzburg entstandenen Analyse hervorgeht. Das sei bei Krebs umso dramatischer, weil er im Frühstadium am besten therapierbar sei.

Quelle: ntv.de