Der TagAngespannte Stimmung vor größtem CSD in Deutschland
Anfeindungen, abspringende Sponsoren, Angst vor Gewalt: In Köln steht Deutschlands größter CSD bevor, doch die Stimmung ist angespannt. Queere Menschen müssen wieder mehr um ihre Sicherheit bangen: Die Pride-Saison ist in vollem Gange. Nach Umzügen in verschiedenen Städten startet am kommenden Sonntag der CSD in Köln - eine der größten Demonstrationen zum Christopher-Street-Day in Europa. Wie in den vergangenen Jahren werden wieder mehr als eine Million Besucher erwartet, die teils in bunten Outfits feiern - und lautstark für ihre Rechte eintreten.
Und das sei dieses Mal wichtiger denn je, betonen die Veranstalter. Denn die gesellschaftliche Stimmung habe sich gewandelt: Queere Menschen sähen sich zunehmenden Anfeindungen ausgesetzt. "Der Umgang und die Wortwahl haben sich geändert", sagt Hugo Winkels, Vorstandsmitglied des Vereins Cologne Pride, der den Kölner CSD organisiert.
Böse Kommentare in sozialen Medien seien schon lange an der Tagesordnung. Doch was ihm besondere Sorge bereite: "Solche Äußerungen finden jetzt zunehmend den Weg in die Realität." Es komme oft vor, dass Schwule, Lesben oder Transgender auf der Straße beschimpft und beleidigt würden. "Da sieht man teils so einen Hass in den Augen, das ist beängstigend."