Der TagAnwalt: Ibiza-Video zeigt, dass Strache nicht anfällig für Korruption ist
Zum Auftakt eines Korruptionsprozesses gegen Österreichs Ex-Vizekanzler Heinz-Christian Strache erhebt die Staatsanwaltschaft schwere Vorwürfe. Der ehemalige Spitzenpolitiker habe in seiner Amtszeit aus eigennützigen Gründen einem befreundeten Klinikbetreiber zu einer vorteilhaften Gesetzesänderung verholfen, so die Vertreterin der Anklage vor dem Landgericht in Wien.
Strache wies alle Vorwürfe der Bestechlichkeit zurück und erklärt sich für nicht schuldig. Schon das vor zwei Jahren veröffentlichte Ibiza-Video - sofern man es in seiner gesamten Länge von knapp sieben Stunden sehe -, zeige, dass Strache entgegen des im Zusammenschnitt entstandenen Eindrucks nicht anfällig für Korruption sei, so sein Anwalt Johann Pauer. Strache muss sich wegen des Verdachts der Bestechlichkeit verantworten, der Klinikbetreiber wegen des Verdachts der Bestechung. Der Strafrahmen reicht bis zu fünf Jahren Haft.