Der TagAttentäter von Halle wollte Moscheen angreifen
Der rechtsextreme Attentäter von Halle wollte ursprünglich Moscheen angreifen. Erst später habe er seine Pläne geändert und die Synagoge als Ziel gewählt, berichtet "Der Spiegel". Die Informationen wurden der dpa in Karlsruhe aus Sicherheitskreisen bestätigt.
Stephan B. hatte am 9. Oktober 2019 versucht, am höchsten jüdischen Feiertag Jom Kippur in der Synagoge von Halle ein Blutbad anzurichten. Als es ihm nicht gelang, in das Gebäude zu kommen, erschoss er eine Passantin und einen Kunden in einem Döner-Laden.
Der 28-Jährige soll in den nächsten Tagen angeklagt werden.
B. hatte sich bei seinen Taten gefilmt und alles ins Internet übertragen. Dem Bericht zufolge sagte er in einer Vernehmung aus, dass er im Spätsommer zwei Mal mit dem Auto zur Synagoge gefahren sei, um den Ort auszuspähen. Dabei habe er auch getestet, ob das Handynetz stabil genug für seine Video-Übertragung sein würde.