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Der TagAuftragsmord per Messenger? Teenager muss in Haft

11.06.2026, 17:29 Uhr

Fast alle Teenager wollen oder müssen sich wohl ein bisschen Geld nebenher verdienen, aber solche "Jobs" wie bei Messengerdiensten wie Telegram gab es zu meiner Zeit (zum Glück) nicht: Dort ist ein damals 17-Jähriger aus Schweden im September 2025 laut Landgericht Köln für einen Auftragsmord in Deutschland angeworben worden. "Verbrechen als Dienstleistung" wird diese Form der Kriminalität genannt. Der Teenager hatte sich dann tatsächlich auf den Weg nach Köln begeben und ausgestattet mit einer halbautomatischen Schusswaffe versuchte der junge Schwede drei Mal, seine Zielperson anzutreffen. Es ist wohl nur Glück zu verdanken, dass er den Mann nicht antraf. Durch einen Hinweis der schwedischen Behörden konnte der Teenager kurz danach festgenommen werden. Er wurde nun zu dreieinhalb Jahren Haft verurteilt für Mord aus Habgier in Tateinheit mit Verstößen gegen das Waffenrecht.

Den Mordanschlag hatte der Jugendliche vor Gericht versucht in Zweifel zu ziehen. Er habe das Opfer lediglich mit Schüssen in die Beine verletzen sollen. Das Gericht folgte dieser Darstellung jedoch nicht. Ausschlaggebend gewesen seien der betriebene Aufwand der Hintermänner sowie der Umstand, dass die Zielperson im Dezember tatsächlich Opfer eines Anschlags wurde. Er wurde durch Schüsse in Kopf und Oberkörper lebensgefährlich verletzt. Ermittlern zufolge war das Opfer mutmaßlich in Rockerkreisen aktiv.

Quelle: ntv.de