Der TagBKA beschlagnahmt 50 Millionen Euro wegen Geldwäsche
Das Bundeskriminalamt (BKA) hat im Zuge von seit drei Jahren laufenden Geldwäscheermittlungen gegen drei Beschuldigte Immobilien und Konten im Wert von rund 50 Millionen Euro beschlagnahmt.
Die federführende Staatsanwaltschaft München I geht davon aus, dass das Vermögen aus Geldwäscheerträgen im Zusammenhang mit der kriminellen Gruppierung "Russian Laundromat", wie BKA und Staatsanwaltschaft mitteilten.
Bei der "Russian Laundromat" handelt es sich um eine kriminelle Gruppierung um einen ehemaligen leitenden Angestellten der 2016 von der Bankenaufsicht in Lettland abgewickelten AS Trasta Komersbanka. Sie soll für ihre Taten tausende Briefkastengesellschaften genutzt haben.
Die Gruppierung erwirtschaftete den Ermittlern zufolge von 2011 bis 2014 durch Geldwäsche mehr als hundert Millionen Dollar sogenannter Schattengebühren, die meist von russischen Auftraggebern erhoben wurden. Insgesamt seien Gelder im Wert von mehr als 22 Milliarden US-Dollar von etwa 20 russischen Banken über Banken in Moldau und Lettland transferiert worden.